4 - Versionierung

Der BAP ist ein dynamisches Dokument, welcher im Projektverlauf auf sich ändernde Anforderungen oder technologische Weiterentwicklungen kontinuierlich reagiert und entsprechend angepasst, archiviert und versioniert wird.

VersionErstellerDatumÄnderungen
1.0PMO DATENMANAGEMENT11.08.2023Erstellung BAP 2
1.1PMO DATENMANAGEMENT16.11.2023Bearbeitung BAP 2
1.2PMO DATENMANAGEMENT07.02.2924Bearbeitung BAP 2
1.3PMO DATENMANAGEMENT23.05.2024Bearbeitung BAP 2
1.4PMO DATENMANAGEMENT03.12.2024Bearbeitung BAP 2

5 - Projektbeschreibung

5.1 - Projektsteckbrief
Projektinformationen
Projektname3 Schulen Bremerhaven
LageNOL, Pestalozzistraße, 27568 Bremerhaven NGL, Neuelandstraße, 27576 Bremerhaven SHS, Hamburger Straße, 27570 Bremerhaven
KurzbeschreibungNeubau von 3 Schulen in Bremerhaven
BIM-Ansprechpartner AuftraggeberHerr Jakob Przybylo Dipl.-Ing. MAS CAAD (ETH), Arch. DT BAU Consulting GmbH
Projektinformationsanforderungen (IPA-EIR) (Version / Datum)Version 1.0 / 30.01.21 Ersteller: Jakob Przybylo, DT BAU Consulting GmbH

Tabelle 1 Projektsteckbrief

Das Projekt gliedert sich grundsätzlich in 4 Phasen

Phase 1A – Architektenentwurf - bis 31.03.2022

Phase 1B – Entwurfs-/Genehmigungsplanung bis Zielkosten – bis 02.02.2023

Phase 2 – Ausführungsplanung und Bauausführung - bis 07/2025

Phase 3 – Gebäudebetrieb – ab 2025

5.2 - Präambel

Der BIM-Abwicklungsplan (BAP) ist ein Dokument, das die Erreichung der BIM-Ziele des Projektes gewährleisten soll und die Zusammenarbeit, insbesondere die Erstellung, Weitergabe, Verwendung und Verwaltung von Informationen im Zuge der Methode Building Information Modeling (BIM) regelt. Er legt die BIM-basierte Zusammenarbeit im Projekt fest.

Der BAP ist das BIM-Pflichtenheft. Hier legen die Allianzpartner die Umsetzung der Bauherrenanforderungen und eines möglichen, eigenen Informationsbedarfs gemeinschaftlich dar.

Der BAP wird zu Beginn des Projekts erstellt und im Projektverlauf fortgeschrieben. Eine Dokumentation aller Änderungen erfolgt stets im BAP.

Dieses Dokument umfasst den BIM-Abwicklungsplan (BAP) der Phase 2, der die Strategie zur Umsetzung der Bauherrn- und Projekt-Informationsanforderungen (IPA-EIR) festlegt. Weitere Grundlage bildet der BIM-Leitfaden Bremerhaven (Entwurf in Bearbeitung).

Die dort festgelegten Informationsanforderungen wurden in dieses Dokument übernommen und sollen im Projekt von den Allianzpartnern umgesetzt werden.

Der BAP beinhaltet außerdem die Darstellung der Zusammenarbeit der Projektbeteiligten, die zeitlichen Abläufe des Projektes und die Lieferzeitpunkte der digitalen Liefergegenstände, die einzusetzenden Technologien, Modellierungshinweise, Qualitätssicherung und die Koordination.

5.3 - Strategische Projektfestlegungen

Die Herausforderungen im Projekt sind breit gestreut. Neben BIM gehören das neue Vertragsmodell IPA und der Einsatz von Lean dazu. Aus diesem Grund werden die BIM-Anforderungen moderat gehalten.

Um mögliche Potentiale, die durch die Beteiligung der Allianzpartner gegeben sind, zu stützen, legt der Informationsbesteller lediglich essenzielle Mindestanforderungen fest.

Diese wurden indikativ beim Bieterverfahren deklariert, bilden den Vertragsanhang und haben im Vorfeld eine breite Zustimmung durch alle Allianzpartner erfahren. Das IPA-Projekt ermöglicht es, die Informationsanforderungen in begrenztem Maße und schrittweise einzuführen und so die Interessen und Kompetenzen der Beteiligten einzusetzen.

5.4 - Mitgeltende Dokumente

Für die Ausarbeitung der Strategieumsetzung im BAP werden weitere Dokumente ergänzend bereitgestellt. Diese sind durch die Allianz zu verwenden, für die jeweilige Projektphase nach Bedarf anzupassen und durch das PMT freizugeben.

Nr.DokumententitelVersion/DatumInhaltDateiname
1IPA-EIR1.0Bildet in diesem Projekt das Grundsätzliche BIM-Lastenheft des Bauherrn.220212_PMO_BIM_EIR.docx
3SoftwareübersichtAuflistung der Softwarepakete der Allianzpartner220208_PMO_BIM_3SB_BAP_P1_Softwareliste.xlsx
4Anwendungsfall SteckbriefVorlage zur Erstellung einer 360-Grad-Beschreibung eines Anwendungsfalls zur anschließenden Bewertung und Weitergabe.241203_PMO_BIM_AWF-Steckbrief.xlsx
5LOIN Matrix – „Leistungsphasen“Darstellung der zu erstellenden BIM-Objekte und Informationen je nach Projektstand220309_PMO_BIM_LOIN-Matrix.xlsx
6FM-DatenanforderungenFestlegung des Informationsbedarfs für den Betrieb und seiner Systematik aus BIM-Sicht240511_PMO-DM_FM-Modellanforderungen.xlsx
7CDE-ProjekthandbuchErklärung zur Nutzung der CDEDalux – Pfad: Box/Dateien/40 Übergeordnetes/100/Projektinformationen/200 Grundlagen/10 Dalux
8BIM GlossarListe der wichtigsten im BAP zur Anwendung kommenden BIM-Begriffe220601_PMO_BIM_BIM Glossar.docx
9Codierung UnterlagenPlan-, Modell- und DokumentencodierungDalux – Pfad: Box/Dateien/40 Übergeordnetes/100/Projektinformationen/200 Grundlagen/10 Dalux
10ModellübergabeberichtAuflistung der Modellprüfkriterien im Modellübergabebericht220804_PMO_BIM_Modellübergabebericht.xlsx
13Aufgaben und VerantwortlichkeitenAufgaben und Verantwortlichkeiten im PMO DATENMANAGEMENT220406_BIM_AufgabenVerantwortlichkeitenListe.xlxs
12Kollisionsmatrix221110_PMO_BIM_Kollisionsmatrix_nach_Prüdurchläufen_bis_Phase2A-SuD.xlsx

Tabelle 2 Mitgeltende Dokumente

6 - Rollen und Verantwortlichkeiten

6.1 - Projektorganisation und Beteiligte (PMO Datenmanagement)

Image

Abbildung 1: Struktur und Meetings des PMO Datenmanagement

Image

6.2 - Genauere Definition Rollen und Kontaktdaten BIM bzw. Modelle
BIM FunktionVornameNachnameZuordnungUnternehmenEmailTelefonnr.Vertreter
BIM Management
BIM Management BIS, Ansprechpartnerin für das PMO DM im PMTKathrinWegnerPMO DATENMANAGEMENTBIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbHwegner@bis-bremerhaven.de0471 94646-225Nura
BIM Management BISNuraHaider-NasserPMO DATENMANAGEMENTBIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbHhaider-nasser@bis-bremerhaven.de0471 94646-227Kathrin
BIM Management STÄWOGVanessaSagemühlPMO DATENMANAGEMENTSTÄWOGsagemuehl@staewog.de0471 94510-129Nina
BIM Management BIS/STÄWOGJakobPrzybyloPMO DATENMANAGEMENTDT BAUjp@dtbau.com0151 14984912Ayline
BIM Management STÄWOGNinaHeineckePMO DATENMANAGEMENTSTÄWOGHeinecke@staewog.de0471 9451-198Vanessa
BIM Management BIS/STÄWOGAylineHerrePMO DATENMANAGEMENTDT BAUAyline.Herre@dtbau.com+49 179 5991987Jakob
Gesamtkoordination
Gesamtkoordination PlanungAnn-ChristinRolofsPMO DATENMANAGEMENTLindner SE (Ausbau)ann-christin.rolofs @lindner-group.com+498723207255Alexandra/Arne
Gesamtkoordination PlanungAlexandraNestorowiczPMO DATENMANAGEMENTBuilding Information Management GLW GmbHnestorowicz@bimangement.de+4915226891515Ann-Christin/Arne
Gesamtkoordination PlanungArneMüllerPMO DATENMANAGEMENTBuilding Information Management GLW GmbHmueller@bimanagement.deAnn-Christin/ Alexandra
Fachkoordination Planung
Fachkoordination gmpPhilippWüstenbergPMO DATENMANAGEMENTgmp Generalplanungs-gesellschaft mbHpwuestenberg@gmp.de040 88151136Shrikant (techn.) / Ben (komm.)
Fachkoordination gmp (techn.)ShrikantHeerekarPMO DATENMANAGEMENTgmp Generalplanungs-gesellschaft mbHsheerekar@gmp.de** **040 88151292Philipp / Ben (komm.)
Fachkoordination gmp (komm.)BenjaminWesselPMO DATENMANAGEMENTgmp Generalplanungs-gesellschaft mbHbwessel@gmp.de040 88151163Philipp / Shrikant (techn.)
Fachkoordination WTMMatthiasFriedrichPMO DATENMANAGEMENTWTM Engineers GmbHfriedrich@wtm-engineers.de040 35009235Ilka
Fachkoordination WTMIlkaBöhmPMO DATENMANAGEMENTWTM Engineers GmbHi.boehm@wtm-hh.de040 35000186Matthias
Fachkoordination PKIMoritzEinwächterPMO DATENMANAGEMENTPKi GmbHeinwaechter@pk-i.de0711 674474 27Desiree
Fachkoordination MBDesireeGyamfiPMO DATENMANAGEMENTMB Systems GmbH & Co. KGdesiree.gyamfi@mueller-bleher.de0615139778115Moritz
Fachkoordination WESMariekeSchönfeldPMO DATENMANAGEMENTWES GmbH Landschaftsarchitekturschoenfeld@wes-la.de040 27841 - 140Jasmin
Fachkoordination WESJasminAdlerPMO DATENMANAGEMENTWES GmbH Landschaftsarchitekturadler@wes-la.de040 27841 - 127Marieke
Fachkoordination Ausführung
Fachkoordination Lindner AusbauAndreasKöntgesPMO DATENMANAGEMENTLindner SE (Ausbau)Andreas.Koentges@Lindner-Group.com+498723203017Christian
Fachkoordination Lindner AusbauChristianHuberPMO DATENMANAGEMENTLindner SE (Ausbau)Christian.Huber@Lindner-Group.com+498723203140 +4915162446642Andreas
Fachkoordination A.PrienMarcGrünhöferPMO DATENMANAGEMENTAUG. PRIEN Bauunternehmung (GmbH & Co. KG)gruenhoefer@augprien.de0172 4658627Alper
Fachkoordination A.PrienAlperKarakasPMO DATENMANAGEMENTAUG. PRIEN Bauunternehmung (GmbH & Co. KG)karakas@augprien.de0172 7598602Marc
Fachkoordination Lindner TGASimonBarthPMO DATENMANAGEMENTLindner SE - TGASimon.Barth@Lindner-Group.com+498723203884Alexander
Fachkoordination Lindner TGAAlexanderOdinecPMO DATENMANAGEMENTLindner SE - TGAalexander.odinec@lindner-group.com+491621858551Simon
Fachkoordination Lindner FassadeWolfgangStriniPMO DATENMANAGEMENTLindner Building EnvelopeWolfgang.Strini@Lindner-Group.com+43676842094367+498723207472Hakan
Fachkoordination Lindner FassadeHakanÖzgenPMO DATENMANAGEMENTLindner Building EnvelopeHakan.Oezgen@Lindner-Group.com+498723207452Wolfgang

Tabelle 3 Beteiligte PMO DATENMANAGEMENT

7 - Definition der BIM-Aufgaben und Rollen

7.1 - Rollen der IPA-Organisationseinheiten

Image

Abbildung 2 IPA-Organisationseinheiten

  • SMT: Das Seniorteam, eine Einheit, die über den Projektstand informiert wird und im Notfall eingreift.
  • PMT: Projektleiter, die die Informationen aus dem BIM-Prozess nutzen sowie strategische, finanzielle und personelle Entscheidungen freigeben. Sie fordern BIM und die Umsetzung der AWF ein.
  • PIT: Operative Organisationseinheit, die Informationen (Modelle, Diagramme, Texte, …) erzeugt, verantwortet, koordiniert und prüft.
  • PMO Datenmanagement (PMO DM): Unterstützende Organisationseinheit, die das SMT, PMT und PITs bei der Durchführung ihrer BIM-Aufgaben unterstützt: Es werden Prozesse erstellt und unterstützendes Arbeiten wie Onboardings oder Prüfungen durchgeführt. Es werden Entscheidungsvorlagen für das PMT erstellt.

Image

7.2 - Aufgaben PMO Datenmanagement

Das PMO Datenmanagement agiert auf Freigabe durch das PMT. Zu diesem Zweck hat es einen bauherrenseitigen Paten aus dem PMT, der die Kommunikation ermöglicht und die Anforderungen sowohl des PMT als auch die Bauherren (Pflicht-AWF; Revisionsunterlagen, etc.) im PMO sicherstellt. Demzufolge wird das PMO durch das BIM-Management (Bauherrenvertretung BIM) koordinierend geführt. Die Organe arbeiten nach den jeweils erstellten Wochenplänen.

Das PMO teilt sich in Fachorgane, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Es muss sichergestellt sein, dass jedes Fachorgan über das in ihrem Aufgabenbereich notwendige Wissen verfügt.

Schnittstellenklärung

  • Für die Prozessdefinition werden entsprechende, prozessverantwortliche Experten in der IPA identifiziert.
  • Bei Eskalationen wird der prozessverantwortliche Experte angesprochen, der die Behebung des Problems verantwortet.
  • Betrieb / CAFM

Die Gruppe Betrieb hat den Fokus auf die FM-relevanten Inhalte. Dazu gehören die Formulierung der FM-Anforderungen (Dokumentation/CAFM) und die Unterstützung der Übergabe der Daten an den Bauherren bzw. in den Betrieb.

Die Aufgaben sind:

  • Festlegen, dann Unterstützung beim Aufbau der Betriebsanforderungen in den jeweiligen Systemen (z.B. in Field) für die Übergabe in den Betrieb
  • Ansprechpartner, Optimierung, Lösungsfindung, Prozesssicherung und Onboardings
  • Schnittstellenklärung und Unterstützung der PITs bei dem Übergabeprozess
  • Eskalation bei Verzögerungen und anderen Schwierigkeiten

Schnittstellenklärung

  • Für die Prozessdefinition werden entsprechende, prozessverantwortliche Experten in der IPA und bei STÄWOG identifiziert: Das sind vornehmlich das PIT NU, die STÄWOG / BIS, Plattform Admins
  • Bei Eskalationen wird der prozessverantwortliche Experte angesprochen, der den Prozess und die Behebung des Problems verantwortet.
  • Die Umsetzung der Anforderungen erfolgt durch die PITs (z.B. Abfrage der Revisionsunterlagen). Die Gruppe Betrieb unterstützt und sichert diesen Prozess.
  • Gruppe Modelle

Die Gruppe Modelle umfasst den BIM-Informationsbesteller und die Koordinatoren.

  • BIM-Informationsbesteller (BIM-Management (BIM-M)), hier STÄWOG/ BIS 
  • Er steuert, sichert und optimiert die BIM-Prozesse für das PMT, den Bauherrn strategisch und wirkt an ihnen mit.
  • Er fungiert als erster Ansprechpartner für andere IPA-Organe.
  • Strategie
  • Der Informationsbesteller legt die Ziele und die AWF in der Austausch-Informationsanforderung (EIR; Exchange-Information-Requirements) fest und beschreibt, welche Kriterien bei der Umsetzung dieser Anforderungen anzuwenden sind.
  • Er steuert die Erstellung und Fortschreibung/Optimierung der BIM-Projektstrategie (BAP), wirkt dabei mit, koordiniert, überprüft, protokolliert und kommuniziert diese stichpunktartig:
  • Anwendungsfälle

Fokus liegt auf den Pflicht-AWF und den weiteren, durch das PMT freigegebenen AWF. Für weitere Maßnahmen wird eine PMT-Entscheidungsvorlage erstellt.

  • Meilensteine
  • Sicherungsstrategie
  • Festlegung der Prüfkriterien, Abfrage und Prüfung der Prüfprotokolle. Stichpunktartige Gegenprüfung.
  • Mitwirkung an der Erstellung der Arbeitspakete und damit Qualitätssicherung.
  • Onboardings
  • Steuerung und Initiierung der Onboardings und die dabei notwendige Kommunikation. Hier wirkt er punktuell mit.
  • Systeme
  • Bauherrenseitig ist das BIM-Management für die Bereitstellung und Sicherung/Backups der Daten verantwortlich (Dalux Box, MS Teams)
  • Kommunikation
  • Das BIM-Management unterstützt die Kommunikation der Maßnahmen.
  • Fachlicher Ansprechpartner für die digitale Bestandsaufnahme auf der Baustelle.
  • Schnittstellenklärung
  • Das BIM-M ist der interne Ansprechpartner für das PMO DM.
  • Bei Eskalationen wird der prozessverantwortliche Experte angesprochen, der die Behebung des Problems verantwortet.
  • Die Umsetzung der Anforderungen erfolgt durch die PITs (z.B. Abfrage der Revisionsunterlagen). Hier liegt auch die Verantwortung für die Modelle und andere Daten. Die Gruppe Betrieb unterstützt und sichert diesen Prozess.
  • BIM Gesamtkoordination Planung (BIM-GKP)
  • Die BIM-GKP wirken an der BIM-Strategie mit, sind für die Umsetzung der BIM-Projektstrategie (BAP) nach Vorgabe des BIM-M verantwortlich.

Fokus bildet die Unterstützung der PIT- und gewerkübergreifenden Datenkoordination mit Hilfe des Koordinationsmodells und Darstellung des Projetstandes aus BIM-Sicht. Damit unterstützt die BIM-GKP vor allem die Planungskoordination und PIT-Leitung:

  • Anwendungsfälle
  • Die BIM-GKP führen die gewerkeübergreifenden AWF am Koordinationsmodell aus, dokumentieren und reporten das Ergebnis sowie den aktuellen Projektstand.
  • Alle AWF werden getestet und gesichert.
  • Unterstützung der FK bei der Umsetzung der AWF.
  • Meilensteine
  • Sicherungsstrategie
  • Führen die Qualitätssicherungen der AWF durch.
  • Stellt sicher, dass festgestellte Abweichungen durch die digitale Bestandsaufnahme auf der Baustelle gefunden, kommuniziert und bei Bedarf die Modelle durch die PITs angepasst werden. Die BIM-GKP sind für die Auswertung der Daten und den automatisierten Abgleich mit dem Modell über die Software Imerso verantwortlich. Gefundene Abweichungen werden darüber hinaus dem BIM-M und FK-A berichtet.
  • Onboardings
  • Durchführung von Onboardings und Unterstützung der Planungskoordination und PIT-Leiter.
  • Systeme
  • Kommunikation
  • Kommunikation des Projektstandes bei der Planungskoordination und Eskalation bei möglichen Hindernissen.
  • Reporting
  • Die Gesamtkoordination führt ein regelmäßiges BIM-Reporting durch und macht den Projektstand für alle transparent.
  • Berichterstellung hinsichtlich der Qualität der Liefergegenstände/ regelmäßiges Reporting.
  • Schnittstellenklärung
  • Bei Eskalationen wird das BIM-M und die Planungskoordination adressiert.
  • Die Durchführung und Dokumentation der gewerkeübergreifenden AWF am Koordinationsmodell sowie die Qualitätssicherung werden 2-wöchentlich abwechselnd durch die BIM-GKP durchgeführt.
  • Die Kommunikation der Ergebnisse sowie des aktuellen Projektstandes werden 2-wöchentlich abwechselnd durch die BIM-GKP und bei Bedarf durch das BIM-M durchgeführt. Grundlage hierfür ist ein gemeinsamer Statustermin des BIM-M mit der BIM-GKP.
  • Das Reporting in den Anwesenheitswochen vor Ort wird abwechselnd durch die BIM-GKP und das BIM-M sichergestellt.
  • Durch diese transparente Vorgehensweise wird einerseits eine Reduktion der BIM-GKP Meetings und Reisezeit sowie andererseits eine höhere Personalflexibilität der Gesamtkoordination gewährleistet.
  • BIM Fachkoordination Planung
  • Koordiniert, sichert und unterstützt die Erstellung der digitalen Liefergegenstände für die jeweilige Fachplanung und unterstützt die PITs.
  • Überwacht und verantwortet die Einhaltung der geforderten Informationsqualitäten für die Fachplanung bzw. im PIT.
  • Fungiert als verantwortlicher BIM-Ansprechpartner für das jeweilige Fachmodell, im PIT und Unternehmen zu BIM-Fragen sowie für den GK.
  • Strategie
  • Wirkt an der Erstellung und Fortschreibung des BAP mit, unterstützt insbesondere fachspezifische Inhalte wie Modellierungsanforderungen.
  • Stimmt die Schnittstellen und Anforderungen der eigenen Fachdisziplin ab.
  • Einführung (Onboarding)
  • Führt die AWF in den jeweiligen PITs / Organisationen ein und sichert die Qualität und Umsetzung.
  • BIM-Anwendung
  • Unterstützt die disziplininterne Umsetzung der AWF (z.B. Modellierung, Plangeneration, disziplininternes Aufgabenmanagement, Dalux Field).
  • Stellt die Fach- und/oder Teilmodelle zur Verfügung.
  • Unterstützt den BIM-Gesamtkoordinator bei der Erstellung übergreifender Koordinationsmodelle.
  • Erstellt regelmäßig Berichte hinsichtlich der Qualität der zu erbringenden, digitalen Liefergegenstände
  • Unterstützt die jeweiligen PITs bzw. die eigene Fachdisziplin bei der Anwendung der bereitgestellten Methoden und Prozesse
  • Prüft die in den Modellierungsinhalten beschriebenen digitalen Liefergegenstände hinsichtlich der eigenen Verwendung.
  • Systeme
  • Begleitet die digitale Bereitstellung der Liefergegenstände.
  • Prüft und lädt die BIM-Daten auf der CDE hoch, bzw. definiert Modellierer, die entsprechende Zugriffsberechtigungen erhalten, um Modelle hochzuladen. Die Verantwortung für Einhaltung der Modellierungsanforderungen liegt dabei weiterhin beim BIM-FK.
  • Weist die gewählten Modellierer in die Dalux-Administration ein und ist damit verantwortlich für die korrekte, vollständige Einhaltung der Upload-Anforderungen.
  • Kommunikation
  • Kommunikation in den PITs und im Unternehmen zu BIM (Regelmeetings), Spiegelung der internen Anforderungen/ Hindernisse des PMO Datenmanagement und umgekehrt
  • Stimmt sich mit anderen FKs und der GK über Modellierung und die Systematik der Fehlerbehebung ab.
  • BIM Fachkoordination Ausführung (FKA)

Die Aufgaben der FKA werden aufgeteilt in baustellenseitige Aufgaben, welche vor Ort durchgeführt werden und in digitale Unterstützungs-Aufgaben, welche online durch die FKA durchgeführt werden. Zur besseren Übersicht werden die Baustellenseitigen Aufgaben mit FKA-B und die digitalen Unterstützungs-Aufgaben mit FKA-D abgekürzt.

  • Die FKA begleiten und unterstützen die BIM-Anwendung auf der Baustelle (FKA-B).

Sie wirken an der BIM-Strategie mit, sind für ihre Umsetzung laut BAP verantwortlich. Fokus bildet die BIM-Anwendung der AWF im PIT, Unternehmen und auf der Baustelle. (FKA-D)

  • Anwendungsfälle
  • Die Rahmenbedingungen auf der Baustelle werden sondiert und ggf. unterstützt. Dazu gehören die digitale Ausstattung (z.B. WLAN, Tablets, …) und die Umsetzung der BIM-Aufgaben auf der Baustelle. (FKA-B)
  • Es wird sichergestellt, dass das Baustellenteam die digitalen Methoden entsprechend umsetzt. Bei Bedarf ist das Baustellenteam zu unterstützten. Zudem wird sichergestellt, dass neue Projektteilnehmer wie IPA-Partner, NUs über entsprechende, digitale Fähigkeiten verfügen oder diese aufbauen und die notwendigen, digitalen Arbeitsschritte abrufen (digitales Mängelmanagement etc.). (FKA-B)
  • Die BIM-FKA stellen sicher, dass Onboardings durchgeführt werden und das Baustellenteam digital arbeitsfähig ist. Rückfragen aus dem Baustellenteam werden beantwortet (Support). (FKA-D)
  • Die BIM-FKA begleiten die BIM-Anwendung, dokumentieren und berichten über den Stand der Anwendung der digitalen Methoden auf der Baustelle. (FKA-B)
  • Die BIM-FKA koordinieren die digitale Bestandsaufnahme auf der Baustelle und damit den externen Vermesser für die (Rohbau-)Scans und setzten diese um. (FKA-B)

Darüber hinaus unterstützen sie die BIM-GK bei der Auswertung der Daten und den automatisierten Abgleich mit dem Modell über die Software Imerso. Die BIM-FKA berichten über den aktuellen Stand dem BIM-GK und BIM-M. (FKA-D)

Siehe hierzu auch Kapitel 9.3 Rohbau-Scan und Kapitel 10.3.1.

  • Neue AWF, die die Ausführung betreffen, werden getestet und gesichert. (FKA-D)
  • Unterstützung der GK bei der Koordination der Umsetzung der AWF. (FKA-D)
  • Sicherungsstrategie
  • Die BIM-Anwendung auf der Baustelle wird überprüft (FKA-B) und ggf. Korrekturmaßnahmen durchgeführt (FKA-D).
  • Modellanforderungen-Kommunikation über Dalux:
  • Der FK-A ist dafür verantwortlich, signifikante Abweichungen zwischen Planung und Bauausführung, die die vereinbarte Toleranz der FM-Anforderungen überschreiten, über PIA-Kommentare an den fachspezifischen FK-P zu melden und so die Anpassung des Modells zu initiieren. (FKA-B)

Zudem muss der FK-A die Anpassung verfolgen und nach deren Umsetzung überprüfen. (Gem. Prozess Kommunikation FM-Anforderungen Modell). (FKA-D)

Sollte der FK-A diese Aufgabe aus firmenorganisatorischen Gründen o.ä. an andere Projektteilnehmer delegieren, muss er sicherstellen, dass a) der Beauftragte über die Toleranzen der FM-Anforderungen informiert ist und b) der Beauftragte in der Lage ist, einen entsprechenden PIA-Kommentar mit allen notwendigen Informationen an die richtige Ansprechperson weiterzuleiten. (FKA-B)

  • Onboardings
  • Durchführung von Onboardings und Unterstützung der ausführenden PITs / Firmen. (FKA-D)
  • Dalux Field Tools
  • Digitales, modellbasiertes Arbeiten auf der Baustelle für Bauleiter und Poliere
  • Digitales, modellbasiertes Arbeiten auf der Baustelle für Nachunternehmer
  • Kommunikation
  • Kommunikation Status BIM Anwendung auf der Baustelle beim BIM-M und nach Absprache in den entsprechenden Projektmeetings. Dazu gehört insbesondere der digitale Ausführungsstatus mit Hilfe des Dashboards zum Ende des Monats beim PMT (Ampelbericht). (FKA-D)
  • Besprechungen (FKA-D)
  • Teilnahme an Besprechungen des PMO DM gemäß den Vorgaben im BAP
  • Mitwirkung + Umsetzung der BIM-Projektstrategie nach Vorgabe des BIM-M (FKA-D)
  • Prüft/ berichtet bei Mängeln (Durchführung der eigenen AWFs) an GK & FK-P (FKA-D)
  • Bestimmt Schnittstellen hinsichtlich der Modellierung durch die Planenden (FKA-D)
  • Ggf. Koordination eigener oder Modellierung von NU’s (FKA-D)
  • Qualitätssicherung (FKA-D)
  • Sicherstellung der Vollständigkeit des BAP (FKA-D)
  • Ansprechpartner für die Ausführenden bei Fragen zum Modell / Dalux Field (FKA-D)
  • BIM-Reporting / Kommunikation des Projektstandes (FKA-D)
  • PMO DM-Leiter (PMT-Pate, Teil des PMT) 

 

  • Das PMT beauftragt das PMO. Der zuständige Ansprechpartner des PMTs ist gleichzeitig der Pate des PMO.
  • Er fungiert als Ansprechpartner für das PMO DM.
  • Strategie
  • Das PMT entscheidet über die Arbeitsstruktur der IPA und über die Aufgaben des PMO DM bzw. gibt Vorschläge frei.
  • Einführung (Onboarding)
  • Der Ansprechpartner des PMO DM unterstützt die Anwendung der durch das PMT beschlossenen AWF, welche auch im PMT zur Anwendung kommen. Dazu gehört auch die Sicherstellung der Durchführung notwendiger Onboardings. Das PMO DM berät und unterstützt seinerseits bei Bedarf mit Personal für Onboardings etc.
  • BIM Anwendung
  • Nutzung der beschlossenen BIM-Kommunikationstools (CDE) im PMT.
  • Sicherung
  • Übereinstimmung der Aufgaben des PMO DM mit dem erteilten Mandat durch das PMT
  • Anwendung der PMT-Anwendungsfälle, Verwendung der mit den AWF bereitgestellten Informationen
  • Kommunikation
  • Bewirkt Entscheidungen des PMTs hinsichtlich der Anliegen / Aufträge des PMO
  • Berichtet über die relevanten Anforderungen, Probleme und Entwicklungen innerhalb des PMT
  • Berichtet an das PMO DM über Entscheidungen des PMT
  • Ist Ansprechpartner des PMT für das PMO DM hinsichtlich, der an das PMO DM gestellten Aufgaben und Fragestellung

Alle Mitarbeiter der Fachorgane sind für die Sicherstellung der störungsfreien Bearbeitung ihrer Aufgaben während der Ausfallzeiten wie Urlaub verantwortlich. Jede Person benennt einen Vertreter aus der eigenen Firma, der über das Projekt und den aktuellen Arbeitsstand informiert ist.

Dabei sind entsprechende Übergabegespräche rechtzeitig, mind. jedoch 5 Tage vorab durchzuführen und das Projektteam über die Übergaberegelung zu informieren.

BIM-Fachkoordinator (BIM-FK-P / BIM-FK-A, Teil des PMO DATENMANAGEMENT)

Image

Abbildung 3 Schematische Darstellung Koordination (Quelle DT BAU Consulting GmbH)

Schematische Darstellung der Koordination in der aktuellen Phase. Das PMO DATENMANAGEMENT vereint alle BIM-Rollen und agiert cross-funktional bzw. PIT-übergreifend.

Image

7.3 - BIM Ziele

Die BIM-Ziele des Informationsbestellers stellen eine allgemeingültige Projektausrichtung dar, welche mit Hilfe von BIM-Methoden wie Anwendungsfällen zu unterstützen ist.

Nr.ZielBeschreibung
1Effizienter GebäudebetriebDer Bauherr möchte bestimmte Betriebsprozesse effizienter gestalten und teilautomatisieren. (Zurückgestellt)
2Hohe Koordination und Abstimmung im ProjektDie interdisziplinäre Koordination und der Informations- bzw. Wissenstransfer im Projekt sind mit BIM zu unterstützen.
3Gute AußendarstellungEs ist zu erwarten, dass die Öffentlichkeit ein großes Interesse am Schulprojekt hat. Entsprechende Maßnahmen für eine kontinuierlich gute Außendarstellung sind zu treffen.

Tabelle 4 BIM Ziele

7.4 - BIM-Anwendungsfälle

Die Anwendungsfälle (AWF) stellen die BIM-Prozesse dar, die die Ziele des Informationsbestellers und der Allianz bei der Realisierung stützen. Bei diesem Projekt sind die AWF in zwei Gruppen unterteilt: Basis-AWF und zusätzliche AWF. Die Basis-AWF bilden die im EIR formulierten, verpflichtenden Anforderungen des Informationsbestellers ab. Die zusätzlichen AWF beschreiben die zusätzlichen Anforderungen der Allianzpartner an den BIM-Prozess.

7.4.1 - Neue Anwendungsfälle im Projekt einführen

AWF des Informationsbestellers (Basis) und AWF, an welchen mehr als ein Allianzpartner beteiligt sind, müssen den unter 7.4.3 beschriebenen Prozess zur Festlegung neuer AWF vollständig durchlaufen.

Das Projekt gibt den Allianzpartnern die Möglichkeit, neben den Basis-AWF neue zusätzliche AWF vorzuschlagen und im Projekt umzusetzen.

Alle AWF müssen jedoch die nachfolgenden Bedingungen aus 7.4.2 erfüllen.

7.4.2 - Bedingungen für die Einführung neuer AWF im Projekt
  1. Die zusätzlichen AWF dürfen den Zielen des Informationsbestellers nicht widersprechen.
  1. Die Basis-AWF des Informationsbestellers sind vorrangig umzusetzen und dürfen in Ihrer Ausführung nicht gefährdet werden.
  1. Neue AWF sind vor Umsetzung fachgerecht zu definieren, mit den Allianzpartnern abzustimmen, zu beschreiben, zu sichern und zu testen. Falls keine Einwände vorliegen, ist die Umsetzung durch das PMT freizugeben. Für diesen Ablauf ist ein Prozess definiert. Siehe Abb.5
  1. Mögliche Risiken z. B. durch mangelnde Ressourcen, Kompetenzen oder das gleichzeitige Einführen mehrerer Anwendungsfälle sind stets mit zu berücksichtigen, um das Projekt nicht zu gefährden.
  1. Alle AWF sind im BAP vollständig zu beschreiben und stets aktuell zu führen.
  1. Die Einführung von neuen AWF ist durch entsprechende Einweisungen, Schulungen der Allianzpartner zu begleiten und der Erfolg so sicherzustellen.
7.4.3 - Prozess zur Festlegung neuer AWF

Um die Interessen aller Allianzpartner zu berücksichtigen und Risiken zu vermeiden, sind neue AWF vor Ihrer Durchführung mittels eines definierten Prozesses zu überprüfen.

Auf Basis dieser Überprüfung und Empfehlung durch das PMO DATENMANAGEMENT wird eine Entscheidung durch das PMT gefällt und der AWF zur Umsetzung freigegeben. Hierfür ist der nachfolgend beschriebene Prozess einzuhalten und die genannten Dokumente zu nutzen.

a. AWF sammeln

AWF sind grundsätzlich im Dokument 241203_PMO_BIM_AWF-Steckbrief.xlsx zu sammeln und in Stichpunkten zu beschreiben.

b. Ausarbeitung neuer AWF

Für die Beschreibung der AWF ist die Steckbrief-Struktur zu verwenden. Eine umfassende Beschreibung in einem AWF-Steckbrief dient zum einen dazu, Risiken wie z. B. Personalbedarf, Schnittstellen, aber auch Potentiale und Aufwände transparent zu halten. Zum anderen wird mit dem Steckbrief eine mögliche Informationsgrundlage für die Anforderungen in Unternehmen und Projekt gelegt. Die PITs werden vorab inhaltlich eingebunden.

c. AWF freigeben durch PMT

Das PMT gibt, basierend auf dem durch das PMO DATENMANAGEMENT ausgefüllten Steckbrief und der damit verbundenen Empfehlung, den AWF frei.

d. Testen

Die PITs werden in den Test des AWF aktiv mit einbezogen. Die Ergebnisse des Testlaufs werden im Steckbrief des AWF berücksichtigt. Der finale Steckbrief wird dem PMT zur Information vorgelegt.

e. Onboarding

Jeder neue AWF ist durch den im Kapitel 14 beschriebenen Prozess des Onboardings ins Team einzuführen. Der AWF wird anschließend im Projekt angewendet.

Image

Abbildung 4 Prozessdiagramm zur Einführung eines neuen AWF

Image

8 - Digitale Datenlieferungsgegenstände

In nachstehender Tabelle sind die digitalen Liefergegenstände beschrieben, welche im Rahmen der BIM-basierten Projektabwicklung bereitgestellt werden.

Fachmodell SuD

Fachmodell aller planungsrelevanten Schlitze und Durchbrüche

BIM-FK

Alle

.rvt

Ab 2

Wöchentlich / nach Bedarf

AWF18A Leistungsverzeichnis, Ausschreibung, Vergabe

LV Rohbau & Fassade

Modellbasierte Massen und Mengen für das Rohbau- & Fassaden-LV (Aug.Prien)

BIM-FK-P

BIM-FK-A

.cpixml

Ab 2

nach Bedarf

AWF

18B Leistungsverzeichnis, Ausschreibung, Vergabe

LV Ausbau, Ausstattung & TGA

Modellbasierte Massen und Mengen für das Ausbau-, Ausstattungs- & TGA-LV (Lindner)

BIM-FK-P

BIM-FK-A

.rvt

.xlsx

.pdf

GAEB

Ab 2

Nach Bedarf

AWF24 Dalux Field

Dalux Field CDE

Vorgänge, die im Zuge der Bauausführung dokumentiert werden müssen (z.B. Mängelanzeigen, Abnahmen, Begehungen usw.)

Alle

Alle

.rvt

.daluxbim

.pdf

.dwg

.xlsx

Ab 2

Wöchentlich / Nach Bedarf

AWF27 Änderungsmanagement

Revisionskörper

Modellbasierte Visualisierung von Planungsänderungen

BIM-FK

Alle

.rvt

Ab 2

2-wöchentlich

AWF24 Dalux Field
28 Rohbau-Scan

Rohbau-Scan

Digitale Bestandserfassung und Abgleich mit dem Modell (Datenauswertung)

BIM-FK-A

BIM-GK

BIM-M

Alle

.rvt

.las

.e57

.bcf

Ab 2

Nach Bedarf

AWF

29 SiteWalk

SiteWalk

Erfassen und dokumentieren von Begehungen vor Ort mit einer 360°-Kamera und der Dalux App.

BIM-FK-A

Alle

.png

Ab 2

Mehrmals wöchentlich

Tabelle 5 Digitale Datenliefergegenstände

8.1 - BIM-Anwendungsfälle – Übersicht

Die Übersichtsliste der Anwendungsfälle dient der Information. Hier werden alle im Projekt durchgeführten AWF aufgeführt. Dabei handelt es sich um individuelle und auch gemeinschaftlich durchgeführte AWF.

Die AWF-Übersichtsliste wird als Tabellenblatt in der Steckbriefliste geführt. Hier wird auch der Status der AWF dargelegt.

Die detaillierte Beschreibung der BIM-Anwendungsfälle ist den jeweiligen Steckbriefen zu entnehmen:

241203_PMO_BIM_AWF-Steckbrief.xlsx

9 - Qualitätssicherung

9.1 - Konformität

Eine wichtige Grundlage der Qualitätssicherung bildet die Verwendung gleicher Standards (z.B. Modellierung, Namensgebung, Prüfregeln) und gleicher Arbeitsgrundlagen (wie Vorlagedateien).

Die Standards der Partner werden mit Fortschreiten des Projekts iterativ ausgetauscht und gemeinsam für das Projekt evaluiert. Abgestimmte Inhalte werden dann, zu Teilen in die Modellierungsrichtlinie (siehe Kap. 11) eingearbeitet oder entsprechend in den unterschiedlichen Anlagen des BAPs ergänzt. Durch diesen Ansatz sollen wachsende Synergien und ein kongruentes Arbeiten gefördert und dokumentiert werden.

Ergebnis daraus ist eine gemeinsame Arbeitsgrundlage, deren Einhaltung durch einen kontinuierlichen Prüfprozess (siehe Kap. 10.2) sichergestellt wird und somit die Umsetzbarkeit der unterschiedlichen Anwendungsfälle zu gewährleistet.

9.2 - Prozesse der Qualitätssicherung

Die Maßnahmen zur Qualitätssicherung von Modellen im Projekt unterscheiden wir in zwei Arten:

  • Technische Prüfung der Modellqualität
  • Fachliche Prüfung der Modellinhalte

Bei der technischen Prüfung wird die Modellqualität für die Umsetzung unterschiedlicher Anwendungsfälle sichergestellt. D.h. die Prüfung umfasst u.a. das Identifizieren von Abweichungen und Inkonsistenzen in der Informationsstruktur, insbes. Auch mit Blick auf projektspezifische Vereinbarungen, sowie das Identifizieren von geometrischen Überschneidungen. Ein inhaltlicher Abgleich der Modellinhalte mit Planungsständen, Bauvorschriften/-richtlinien, etc. ist nicht Teil der technischen Prüfung. Hierzu dient die fachliche Prüfung, die Aufgabe der entsprechenden Fachplaner (PITs) ist.

Image

Abbildung 5 Maßnahmen der Qualitätssicherung

Darüber hinaus wird in zwei Ebenen der Qualitätssicherung unterschieden, die wiederum unterschiedlichen Verantwortlichen obliegen:

  1. Fachbezogene Qualitätssicherung (durch Fachkoordinator und Fachplaner)
  1. Fachbereichsübergreifende Qualitätssicherung (durch Gesamtkoordinator)

Die Verantwortlichkeiten sind folgend tabellarisch dargestellt:

EbeneMaßnahmeVerantwortlichkeit
Fachbezogene QualitätssicherungTechnische PrüfungFachkoordination
Fachliche PrüfungFachplaner / PIT
Fachbereichsübergreifende QualitätssicherungTechnische PrüfungGesamtkoordination
Fachliche PrüfungFachplaner / PMT

Tabelle 6 Verantwortlichkeiten in der Qualitätssicherung

Eine technische Prüfung findet in regelmäßigen und abgestimmten Abständen im Rahmen einer Ausgangs- und Eingangsprüfung in den zwei oben genannten Ebenen statt.

Zunächst erfolgt, vor Übergabe des Fachmodells, eine fachbezogene, technische Qualitätssicherung im Rahmen der Eigenprüfpflicht der Fachkoordination.

Siehe hierzu: 9.2.1. Fachbezogene Qualitätssicherung

Nach der Übergabe des Modells wird eine fachbereichsübergreifende, technische Qualitätssicherung durch die BIM-Gesamtkoordination durchgeführt. Hierbei gilt es, nicht die Qualität eines Fachmodells in sich zu prüfen, sondern vielmehr die Qualität und Konsistenz von Fachmodellen verschiedener Fachplaner untereinander sicherzustellen.

Siehe hierzu: Kap. 9.2.2. Fachbereichsübergreifende Qualitätssicherung

Die technische Qualitätsprüfung der BIM-Daten erfolgt zwischen Fachkoordination und Gesamtkoordination nach dem 4-Augen-Prinzip. Die Gesamtkoordination wirkt dabei sichernd.

Image

9.2.1 - Fachbezogene Qualitätssicherung

Technische Prüfung

Vor der Übergabe des bearbeiteten Teilmodells, prüft der BIM-Fachkoordinator im Rahmen seiner Eigenprüfpflicht die Qualität seines Fach- und/ oder Teilmodells gemäß den gestellten Mindestanforderungen. Teil der Eigenprüfpflicht durch die Fachkoordination ist eine technische Prüfung, also eine auf der fachbezogenen Ebene geometrische und funktionale Prüfung. Hierzu zählen bspw. Die Vermeidung geometrischer Konflikte (LOG) innerhalb des Fach- und/ oder Teilmodells, sowie die korrekte semantische Attribuierung (LOI) der Elemente. Darüber hinaus ist sicherzustellen, dass jedes im Teilmodell beinhaltete Modellelement der vereinbarten Klassifizierung zugeordnet ist. Mit jedem Modellupload ist ein Modellübergabebericht auf der CDE wie im CDE-Handbuch beschrieben abzulegen. Dadurch wird sichergestellt und nachgewiesen, dass die vereinbarten Qualitätssicherungskriterien auf ihre Einhaltung im fachbezogenen Modell überprüft wurden. Weiter dienen sie der Gesamtkoordination als Grundlage für die Modelleingangsprüfung, die hinreichend für eine aussagekräftige Kollisionsprüfung ist. Bei Zwischenuploads, d.h. Uploads über den verbindlichen, wöchentlichen Data-Drop hinaus muss kein Modellübergabebericht mit abgelegt werden.

Siehe hierzu: 220804_PMO_BIM_Modellübergabebericht.xlsx

Einige Kriterien des Berichts werden auch mittels dem Autodesk Model Checker über vordefinierte Prüfregeln abgedeckt. Entsprechende Regelsets werden von den einzelnen Fachkoordinatoren gemäß den eigenen fachspezifischen Anforderungen an die Inhalte des Fachmodells angepasst und erweitert. Der daraus generierte Prüfbericht ist mit Abgabe des Fach-/ Teilmodells auf der CDE abzulegen und kann z.T. die Prüfung in Rahmen des Modellübergabeberichts ersetzen. Ein entsprechender Vermerk im Übergabebericht ist dabei erforderlich. Falls zusätzlich notwendig, kann eine geometrische Prüfung als interne Kollisionsprüfung ohne spezielle Tool-/ Software-Vorgaben von den einzelnen Fachkoordinatoren umgesetzt werden.

Zum Ende einer Arbeitsphase sind die Fach- und/ oder Teilmodelle von allen Objekten bereinigt, die dem Modellersteller als Arbeitshilfen gedient haben. Hierzu zählen Objekte, welche ohne planerischen Grund abgesetzt wurden (eigene Bauteilkataloge, Testbauteile, Elemente aus der Zwischenablage).

Ebenso ist das Modell von nicht benötigten Ansichten zu bereinigen.

Der Fokus der fachbezogenen Qualitätssicherung liegt primär in der Anwendbarkeit der Modelle für nachfolgende Prozesse weiterer Projektbeteiligter. Fachbezogene Kollisionsprüfungen sind Teil hiervon.

Fachliche Prüfung

Die fachliche Prüfung der Modellinhalte auf fachbezogener Ebene erfolgt durch die Fachplaner, d.h. im Regelfall in den PITs. Sie finden kontinuierlich im Rahmen der modellbasierten Planungsbesprechungen der Fachplaner statt (siehe Kap. 10.3.2). Die Ergebnisse der fachlichen Qualitätssicherung werden, wie im AWF 6 „Prüfungen“ beschrieben, durch die Erstellung von Kommentaren auf der CDE gesichert.

9.2.2 - Fachbereichsübergreifende Qualitätssicherung

Die Teilmodelle stehen nach Freigabe durch die BIM-Fachkoordination als Austauschmodelle für die Eingangsprüfung der fachbereichsübergreifenden Qualitätssicherung zur Verfügung und werden für die Koordination verwendet. Die Eingangsprüfung erfolgt über die gleichen Kriterien und im gleichen Dokument wie die oben beschriebene Übergabeprüfung und dient als eine Art “Gegenstempel” zu der Beurteilung der Modellqualität seitens der Fachkoordination. Im Gegensatz zur Modellübergabeprüfung erfolgt die Eingangsprüfung nicht wöchentlich, sondern im Rhythmus der Kollisionsprüfung.

Die in den Kollisionsprüfungen festgestellten Elementkollisionen und Fehler werden entsprechend ihrer Bedeutung für den Planungs- und Bauablauf in unterschiedliche Kategorien eingeteilt. Die Kategorisierung obliegt vorrangig der Fachplanung in Abstimmung mit der BIM Gesamtkoordination. Ziel ist ein kontinuierliches Fortschreiben einer regelmäßig fehlerbereinigten Planung. Je nach Planungs- oder Baufortschritt und Phase kann die Kategorisierung wechseln.

Siehe hierzu:

9.3 - Rohbau-Scan, Soll-/Ist-Vergleich

Um die Qualität auf der Baustelle sicherzustellen, werden Rohbau-Scans durchgeführt und diese mit dem Modell abgeglichen. Die digitale Datenerfassung erfolgt durch einen externen Vermesser mittels Navvis-Scanner, die Terminierung und Begleitung finden über die zuständige Fachkoordination Ausführung auf der Baustelle statt. Fachlicher, übergeordneter Ansprechpartner ist das BIM-Management. Die Anzahl der Scan-Tage ist dabei abhängig von der Notwendigkeit, dies soll die Risiken von erhöhten Kosten begrenzen.

Die Scan Daten werden der IPA als Aufmaß zur Verfügung gestellt. Im Anschluss erfolgt ein Abgleich der Scan-Daten mit dem Modell über die Software Imerso durch die GKs. Die GKs sind für das Finden und Kommunizieren der Abweichungen im PIT verantwortlich, die Einstufung und Bearbeitung finden im PIT mit Hilfe der FKs statt.

Durch Vorliegen der digitalen Daten werden Nachmessungen online statt auf der Baustelle durchgeführt.

Die Scans werden durch die IPA getragen, ein Vermesser wird durch Lindner TGA beauftragt. Die Softwarekosten (Lizenzkosten) werden durch den Bauherrn getragen, diese sind erfolgsabhängig. Bei erfolgreichem Ergebnis werden die Softwarekosten im Nachgang an die IPA weiterverrechnet.

Vorerst sollen 3 Scans mit einem Vermesser durchgeführt werden, bei positivem Verlauf folgt die Durchführung von 7 Scans, dann weitere Scans in Abhängigkeit der Notwendigkeit.

Koordinierung im jeweiligen PIT

Die PITs, im Besonderen die jeweiligen Fachkoordinatoren (siehe Kap.7.2), sind für die Sicherstellung der Umsetzung der vereinbarten BIM-Anwendungsfälle, die ihre Planungsdisziplin betreffen und für die Sicherstellung und Prüfung der geforderten Detaillierungsgrade der Modellelemente der BIM-Fachmodelle verantwortlich. Dazu gehört die funktionale Prüfung der Planungsinhalte sowie die inhaltliche Prüfung der zu liefernden und verwendeten Informationen. Abweichungen der Modellinhalte, der Qualitäten oder Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Anwendungsfälle werden der Gesamtkoordination angezeigt. Die Fachkoordination wird in den Kommunikationen mit den PITs von dem jeweiligen BIM-PIT-Paten, ein Ansprechpartner hinsichtlich BIM mit Bezug zum PIT unterstützt.

Fachübergreifende Koordination

Das Koordinationsmodell wird innerhalb der CDE durch den Upload der Fachmodelle erstellt. Die Gesamtkoordination überprüft, dokumentiert und kommuniziert die Einhaltung der vereinbarten Absprachen hinsichtlich der BIM-Methode (siehe Kap.7.3) in einem wöchentlichen Bericht. Durch die Erstellung eines gesonderten Koordinationsmodells führt die Gesamtkoordination geometrische Prüfungen durch und unterstützt so die räumliche Koordination zwischen den Fachmodellen.

Die Gesamtkoordination wirkt bei der inhaltlichen Prüfung entsprechend der, in der Modellierungsrichtlinie dokumentierten, Anforderungen mit. Bei Abweichungen des vereinbarten Vorgehens oder Schwierigkeiten bei der Durchführung der BIM-Prozesse, koordiniert sie die Beteiligten und unterstützt die Beteiligten bei der Absprache hinsichtlich eines Lösungsweges. Sie kommuniziert solche geänderten Absprachen im Projekt, informiert über den Stand der Bearbeitung, das weitere Vorgehen bzw. wirkt bei Absprachen zu diesem innerhalb der Allianz mit.

BIM-Besprechungen, virtuell und physisch

Die gemeinsame koordinierte Bearbeitung mittels der BIM-Methode erfordert den regelmäßigen Austausch über den Stand der Bearbeitung, der Aufgabenteilung, der Planung und der Umsetzung von BIM-Prozessen. Die Inhalte und Aufgaben werden in den jeweiligen Teams des PMO DM verwaltet.

Die Prozesse im PMO DM wurden neu validiert, Grund hierfür war die veränderte Planungsintensität und die Aufgaben innerhalb der IPA. Die wichtigsten Anpassungen sind:

  • Die Aufgaben verlagern sich von der Planung in die Bauausführung / Betrieb
  • Reduzierung Aufwand Besprechungen um ca. 30%
  • Signifikante Reduzierung der GK-Aufgaben

Im Folgenden wird ein Überblick über die aktuellen Besprechungen und den angepassten Besprechungsrhythmus im PMO DM gegeben.

Image

Abbildung 6: Besprechungen des PMO DM

PMO DATENMANAGEMENT-Besprechungen

Status Digitale Zusammenarbeit BIM-M/GK

Abstimmung des BIM-Managements und der BIM-Gesamtkoordination zum aktuellen Stand hinsichtlich Modellprüfungen und Qualitäten, der Anwendungen der AWF in der Allianz und der Kommunikation des PMO DM gegenüber allen Mitgliedern der Allianz. Sofern Probleme erkannt werden, werden sofort Maßnahmen oder Kommunikationsinhalte erarbeitet. Darüber hinaus werden bei Bedarf BIM Besprechungen des BIM-Managements angehängt. In diesen Besprechungen werden ausschließlich Datenmanagement-Themen/ Probleme des PMO DM diskutiert und gelöst.

Tabelle 7 Steuerungstermin PMO DM

  • BIM-Koordination

Abstimmung der BIM-Gesamtkoordination und BIM-Fachkoordination Planung und -Ausführung zum aktuellen Stand BIM-spezifischer Themen / Probleme wie Modellprüfungen und Qualitäten sowie der Anwendungen der AWF in der Allianz. Sofern Probleme erkannt werden, werden sofort Maßnahmen oder Kommunikationsinhalte erarbeitet.

Tabelle 8 BIM-Koordination

  • Betrieb (CAFM)

Abstimmung des FM zum aktuellen Stand hinsichtlich FM-relevanter Themen. Dazu gehören die Formulierung der FM-Anforderungen (Dokumentation/CAFM) und die Unterstützung der Übergabe der Daten an den Bauherren bzw. in den Betrieb.

Tabelle 9 Betrieb (CAFM)

  • Support Daten-Plattformen

Abstimmung der Admins Plattformen zu Teams und Dalux (Box, Field, FM). Dazu gehören das Aufsetzten von Prozessen in den jeweiligen Systemen sowie Support und Onboardings.

Tabelle 10 Support Daten-Plattformen

Digitale Betreuung Baustelle

Die Fachkoordination in der Ausführung betreut die BIM-AWF in der Ausführungsphase, bereitet diese vor und befähigt die Teilnehmer an AWF auf den Baustellen. Dies beinhaltet z.B.: Das Onboarding und Fortschreibung der Prozesse, die auf Dalux Field umgesetzt werden sollen. Die Durchführung ist entsprechend sicher zu stellen.

Tabelle 11: Besprechung Digitale Betreuung Baustelle

Status Rohbau-Scan

Abstimmung der Fachkoordination Ausführung, Gesamtkoordination und des BIM-Managenements zum Rohbau-Scan. Dazu gehören das Besprechen von festgestellten Abweichungen und die Koordination in die PITs sowie der aktuelle Status und festgestellte Probleme. Sofern Probleme erkannt werden, werden sofort Maßnahmen oder Kommunikationsinhalte erarbeitet.

Tabelle 12: Besprechung Status Rohbau-Scan

Planungsbesprechungen

Durch die Bereitstellung der Modelle (Koordinationsmodell und Fachmodelle) in der CDE, können alle Projektbeteiligten (auch Nicht-BIM Autoren) über den browsergestützten Viewer in Dalux diese Modelle einsehen und für Planungsbesprechungen und andere Abstimmungen nutzen. In den modellbasierten Planungsbesprechungen identifizierte Aufgaben können in der CDE angelegt oder an die jeweilige Gruppe zugewiesene Kommentare gemäß AWF-Kommentarmanagement weiterbearbeitet werden.

Die Anwendung der eingeführten AWF findet zum größten Teil innerhalb der Planungsbesprechungen der PITs statt. Die Mitglieder des PMO DM nehmen an diesen Besprechungen teil und unterstützen die PITs bei der Anwendung der bereitgestellten Prozesse und Methoden. Sie agieren als Kommunikationsknoten zwischen den verschiedenen Gruppen in der Allianz und dem PMO DM.

Im Zuge der veränderten Planungsintensität in der IPA, ändern sich auch die Planungsbesprechungen.

Tabelle 13 Planungsbesprechungen mit Beteiligung des PMO DM

Berichte außerhalb des PMO DATENMANAGEMENT

Die Ergebnisse der Modellprüfungen und der BIM-Koordinationsbesprechungen werden 2-wöchentlich in einem Bericht dokumentiert. Der Bericht soll den aktuellen Stand der Bearbeitung, aktuelle Hindernisse oder Erkenntnisse aufzeigen und PITs sowie dem PMT als Informationsquelle hinsichtlich der Projektbearbeitung dienen. Er ist somit die Dokumentation der Aufgaben der Gesamtkoordination. Der Bericht wird in der PIT-Leiterrunde durch die Gesamtkoordination vorgestellt. Die Leitung PMO-DM trägt die Erkenntnisse nach Erfordernis in das PMT. Der Bericht dient der Zusammenfassung der wöchentlichen Kommunikationsinhalte, wie relevante Änderungen, Anzeigen von Abweichungen und dem Bearbeitungsstand. Dazu wird er wöchentlich auf dem Allianzdashboard veröffentlicht.

Siehe Hierzu: XXxxXX_PMO_DM_Report_DashBoard.pptx

  • Modellierungsrichtlinie und Datenanforderungen

Die zu benutzenden Softwareversionen werden mit allen Projektbeteiligten abgestimmt und sind im BAP festgelegt. Unabgestimmte Abweichungen oder Upgrades sind nicht zulässig. Nachfolgend werden abgestimmte Modellierungsgrundlagen aufgezählt. Weiterführende Abstimmungen im Detail wie z.B. Linienstärken, Bemaßungsstilen, Schriftarten oder eine gemeinsame Vorlagedatei werden für die Phase 2 nicht definiert. Für die Planerstellung ist der gemeinsame Plankopf/Planstempel zu verwenden, welcher auf der CDE Dalux zur Verfügung steht.

Alle Bauteile, Objekte und Attribute sind einheitlich, strukturiert und persistent zu bezeichnen.

Bauteile müssen eine Geschosszuordnung haben.

Bauteile müssen an Ebenen ausgerichtet werden:

  • Geschossdecken an Ebene OKRD
  • Träger an Ebene OKRD
  • Stützen von OKRD bis OKRD (mit Versatz in Deckenstärke) oder gemäß ihrer Konstruktion
  • Wände von OKRD bis OKRD (mit Versatz in Deckenstärke) oder wenn unter- bzw. oberhalb der äußeren OKRD-Ebenen des Gebäudes, ab OKRD mit manueller Höhe.

Grundsätzlich sind alle Modellelemente so zu modellieren, wie gebaut wird.

Objekte werden geschossweise getrennt modelliert. Bei geschossübergreifend genutzten Objekten (z.B. TGA-Steigleitung, Aufzugskörbe) können Ausnahmen gemacht werden.

Es gilt grundsätzlich die Einhaltung von konsistenten Element-IDs. Soweit technisch möglich, werden Bauteile angepasst und nicht neumodelliert, sodass die Änderung durch die gleichbleibende ID (bzw. GUID) nachvollzogen werden kann.

Modellelemente sind überschneidungsfrei zu erstellen.

Jedes Objekt der BIM Fachmodelle muss eine Typbezeichnung führen. Diese entspricht vorzugsweise der Revitfamilie + Familientyp.

Die Bauteile im Fachmodell bzw. Teilmodell werden so konstruiert, dass die Hauptmaße und Mengen als Listen generiert werden können und diese in weiterer Folge für die Massenermittlung herangezogen werden.

Geschosse, Ebenen und Gebäuderaster werden durch das Architekturteam festgelegt und bilden die Grundlage (Leitmodell) für alle weiteren Fachdisziplinen.

Bauteile des Rohbaus (z.B. Wände, Geschossdecken, Tragwerksstützen, Träger etc.) sind grundsätzlich als tragend anzunehmen und in Revit entsprechend zu deklarieren.

Die Bewehrungsplanung erfolgt an einem separaten Modell, welches nicht zur Verfügung gestellt wird, sondern nur der Planableitung dient.

Gauß-Krüger-Koordinatensystem

Die Positionierung inkl. Festlegung von Projektbasispunkten der drei Grundstücke ist in der Phase 1B erfolgt. Eine Verortung erfolgt innerhalb der Projektphase je Schulstandort. Gemäß dem Dokument Informationen zu Planungen im UTM-System, ist das zu verwendende Koordinatensystem für alle aus dem Modell abzuleitenden Daten, welche sich auf ein Koordinatensystem beziehen, das Gauß-Krüger-Koordinatensystem. Die entsprechenden Koordinaten werden dem Nullpunktkörper als Parameterwerte hinterlegt. Der Modellbasispunkt bildet den gemeinsamen Einfügepunkt aller Fachmodelle sowie ggfls. deren Teilmodelle. Er wird durch einen Nullpunktkörper markiert und muss in allen Teilmodellen geführt werden. Folgende Koordinaten werden diesbezüglich definiert:

NOL Gebäude / Sporthalle:

NGL:

SHS Gebäude / Sporthalle:

Zur Übersicht wird der Projekt-Ursprung des Gesamtmodells durch eine dreidimensionale umgedrehte Pyramide mit den Abmessungen (BxHxT) 1x1x1 m materialisiert, wie in der folgenden Abbildung dargestellt. Zusätzlich wird je Gewerk ein farbig unterschiedlicher Würfel mit den Abmessungen 0,5x0,5x0,5m neben der Pyramide platziert. Ggfs. sind diese Würfel bei Bedarf zu erweitern.

Image

Abbildung 7 Koordinationskörper

Zuordnung der beteiligten Fachdisziplinen:

  • Architektur – ROTER Würfel
  • Freianlagen – GRÜNER Würfel
  • Tragwerk – BLAUER Würfel
  • TGA HLS – MAGENTA Würfel
  • TGA ELT - ORANGE Würfel
  • FAS – CYAN Würfel
  • AUS – GELBER Würfel

Einheiten

Es werden folgende grundsätzlichen Standards festgelegt:

  • Sprache: Deutsch
  • Länge: Meter [m]
  • Fläche: Quadratmeter [m2]
  • Volumen: Kubikmeter [m3]
  • Zeit: Tage [tg]
  • Masse: Tonnen [t]

BIM-Modellstruktur

Alle erzeugten Modelle werden schulstandortbezogen übergeben. Die Modelle werden mit folgender Modellstruktur erstellt:

Tabelle 14 Modellstruktur

Fachmodelle

Jeder relevante Fachplaner erstellt, nach Bedarf und Nutzen für das Projektteam, Teilmodelle bestehend aus den Elementen eines Gewerkes, für welche die jeweilige Disziplin zuständig ist. Die Gesamtheit aller Teilmodelle einer Disziplin bildet das Fachmodell der Disziplin. Die Gesamtheit aller Fachmodelle wird im Gesamtmodell sowie im Koordinationsmodell zusammengeführt. Planungsziel ist das 3D-Koordinations-Modell als Ergebnis der Zusammenführung aller oder einzelner Teil- und Fachmodelle zur gemeinsamen Betrachtung und Auswertung, z.B. zur Ablaufplanung oder Kollisionsprüfung. Folgende Fachmodelle sind vorgesehen und werden nach Bedarf im Projektablauf nachgeführt.

Tabelle 15 Übersicht Fachmodelle

Ebenen/ Geschosse

Die Anzahl und Bezeichnung der Ebenen wurde entwurfsabhängig entwickelt und entsprechend zum Abschluss der Projektphase 1 A definiert. Es werden Ebenen an Oberkante Rohdecke (OKRD) und Oberkante Fertigfußboden (OKFF) genutzt. Jedes Geschoss besitzt entsprechende Ebenen. Ein Geschoss verläuft von OKRD bis OKRD der Ebene darüber. Diese Festlegungen werden nachfolgend aufgeführt:

Image

Abbildung 8 Ebenenbezeichnung

Die Ebenenbezeichnung wird festgelegt zu: Geschoss-OKRD bzw. Geschoss-OKFF jeweils mit aufstehender Höhenangabe.

Zusätzliche Ebenen können bei Bedarf erstellt werden (z.B. UKRD als Bezug für Installationen unterhalb der Decke).

Achsen/ Raster

Die Anzahl und Bezeichnung der Achsen wurde entwurfsabhängig je Gebäude in Phase 1 A entwickelt und wird für die weitere Bearbeitung übernommen und nur nach projektweiter Abstimmung angepasst. Die Bezeichnung der Achsen erfolgt alphanumerisch z.B. A, B, C, ... bzw. 1, 2, 3, ...

Bauteilbezeichnung

Alle erstellten Modellelemente (Bauteile) müssen eine eindeutige Bezeichnung besitzen. Klassifizierungen und Namenskonventionen für bauteilspezifische Modellierung sind für die Kostengruppe 300 in einer separaten Datei definiert. Nicht aufgezählte, explizit erwähnte Bauteile sind inhaltlich sinnvoll und eindeutig in ihrer Bezeichnung zu wählen.

Für die Landschaftsarchitektur sowie die TGA-Gewerke sind die Klassifizierung und Namenskonventionen für Bauteilspezifische Modellierung für die KG 400/ 500 in einer separaten Datei definiert.

Siehe hierzu angehängter Ordner: 03_Nomenklatur (Architektur, Landschaftsarchitektur, HLS, ELT, TWP)

Eingangs-/ Ausgangsdaten

Der wesentliche Modellaustausch wird nativ stattfinden. Es sind keine regelmäßigen Exporte in weitere Dateiformate (z.B. IFC 2x3) für andere Projektpartner vorgesehen. Die Dateigröße ist möglichst klein zu halten, sodass Bereinigungen vor Modellweitergabe durchzuführen sind und erforderliche Modellierungstiefen zu beachten sind.

Räume/ Raumbegrenzung

Das Raumwerkzeug wird für jeden Raum verwendet, der laut Raumbuch eine Nummer erhält, sowie eine sinnvolle Bezeichnung. Räume sind so zu modellieren, dass diese für Analysen der TGA-Planung nutzbar sind. Siehe hierzu: 220201_PMO_BIM_Hinweise Architekten_Ausführlich.pdf

Bibliotheken

Die Nutzung der für die laufende Phase notwendigen Elemente wird dem Entwurfsverfasser überlassen. Es ist darauf zu achten, dass Systemfamilien mit korrekter Kategorie-Zuweisung eingesetzt werden. Bei Bedarf wird eine gemeinsam genutzte Bibliothek innerhalb der Allianzpartner aufgebaut.

Level of Information Need (LOIN)

LOIN definiert den allgemeinen Ausarbeitungsgrad/ Planungstiefe von Modellen, welche für die vorhandenen Anwendungsfälle notwendig sind. Es ist nicht Ziel die maximal möglichen Informationen einzubringen, sondern erforderliche. Je höher die Phasenbezeichnung (100 bis 500), desto expliziter die Inhalte.

LOIN setzt zusammen die Festlegungen zu alphanummerischen Informationstiefe (LOI) und den Grad der Ausdifferenzierung der Bauteilgeometrien (LOG). D.h. LOIN = LOI + LOG

Image

Abbildung 9 LOIN nach Phasen

Darstellung der Elemente nach Phasen siehe separates Dokument 220309_PMO_BIM_LOIN-Matrix.xlsx

LOG – Festlegung der Geometriegenauigkeit

Tabelle 16 Beschreibung LOG

LOI - Festlegung der Informationstiefe

Tabelle 17 Beschreibung LOI

Modellierungsdetails

Nachfolgend werden einzelne Elementmodellierungen detailliert beschrieben.

Rohbau:

  • Keine Profilwand erstellen, sondern die Wand teilen. Die unterschiedlichen Wandteile erhalten verschiedene Höhen.

Image

Abbildung 10 Modellierung Wand bei Deckenversprung

  • Wände nicht durchführen bei Zwischendecken. Die unterschiedlichen Wandteile erhalten verschiedene Höhen. Für Zwischengeschosse wird auch eine extra Ebene erstellt.

Image

Abbildung 11 Modellierung Zwischengeschoss

  • Deckenkanten jeweils bis Außenkante Versprung. Die Versprungbreite ist meist gleich der

Deckendicke. Für einen Deckenversprung wird keine neue Ebene erstellt. Der Höhenunterschied wird über ein Versatzmaß erreicht.

Image

Abbildung 12 Modellierung Deckenversprung

Bodenplatten werden als Geschossdecken erstellt, da so Gefälle und weitere Optionen möglich sind. Das Revit-Werkzeug Fundament: Wand (für Streifenfundamente) ist in jedem Fall zu vermeiden.

Tragwerksstützen werden nicht an die darüber liegende oder darunterliegende Geschossdecke fixiert angebunden.

Modellhoheiten und Single Source of Truth

Die Modellhoheit (Lead) liegt im jeweiligen PIT bei der PIT-Leitung. Diese koordiniert die weiteren Planungsgewerke und das Modell im PIT und ist für dessen Richtigkeit und Vollständigkeit verantwortlich. Die Fachkoordinatoren unterstützen die PIT-Leiter und führen die notwendigen Onboardings durch. Bestimmte Planungsgewerke (siehe Abbildung) sind im Lead, d.h. dass diese Modelle die Grundlage für nachfolgende Zeichnungen und Details bilden. Abweichende Informationen sind durch diese Maßnahme strikt zu vermeiden.

Das Modell bildet dabei den aktuellen Stand ab, es steht in der Rangordnung immer über den Plänen und ist die Single Source of Truth (ein Planungsstand). Die Ausführung erfolgt anhand der freigegebenen Pläne, welche zwingend aus dem Modell abzuleiten sind. Das Koordinationsmodell (in Dalux Box) ist der aktuelle Projektstand.

Image

Image

Abbildung 13: Modellhoheiten in den PITs

  • Data-Drop

Definition

Data-Drop bezeichnet die Abgabe von Modellen und Planungsunterlagen zur Dokumentation der Ergebnisse einer Projektphase.

Ablageort

Daten eines Data-Drops werden in der CDE Dalux Box Pro abgelegt unter:

Dateien/10 NGL/200 Planung/200 Phase XX/_(Gewerk)/Modelle_

…/20 NOL/200 Planung/200 Phase XX/_(Gewerk)/Modelle_

…/30 SHS/200 Planung/200 Phase XX/_(Gewerk)/Modelle_

Im fortgeschrittenen Projektverlauf erfolgt die Ablage entsprechend in späteren Phasen.

Inhalt

Ein Data-Drop beinhaltet folgendes:

  • Abgestimmte Teil-/Fachmodelle in bereinigter Form gemäß fachinterner Qualitätsprüfung im Format RVT und DALUXBIM Modellprüfberichte der Model Checker-Prüfung im Format HTML
  • Modellübergabebericht im Format XLSX
  • Abgeleitete 2D-Pläne in einem der Projektphase entsprechenden Maßstab (1:200, 1:100, 1:50, o. a.) im Format PDF

Optional:

  • Berechnungen (z. B. Statik, TGA) im Format PDF
  • Gutachten (z. B. Schallschutz, Brandschutz) im Format PDF
  • Austauschformat CPIXML für z.B. Mengenermittung

Der Umfang der abzugebenden 2D-Pläne und zum Modellinhalt ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht festgelegt.

Data-Drops in der Projektphase 2

Data-Drops der Projektphase 2 sind der Datei 220808_PMO_BIM_Meilensteine Phase 2.mpp zu entnehmen.

Modell- und Planuploads abseits der definierten Data-Drops haben mindestens wöchentlich stattzufinden, damit gewährleistet ist, dass der aktuelle Planungsstand immer auf Dalux zu finden ist.

  • Gemeinsame Datenumgebungen

Als Datenplattformen werden MS Teams und die CDE Dalux genutzt. Dabei erfolgt der Zugriff und die Nutzung der Beteiligten gemäß eingestellter Rechtevergabe, welche auf der Plattform einsehbar ist. Die Plattform Dalux steht den Allianzpartnern, sowie externen Beteiligten zur Verfügung (nach Zusendung des Anmeldelinks). MS Teams ist nur für die Allianzpartner zugänglich.

Die Fachmodelle je Disziplin werden in der CDE Dalux als native Revit-Dateien, sowie über das Revit-Plug-In als .daluxbim-Dateien abgelegt im Rahmen eines regelmäßigen Modellaustausches. Über den Dalux Modelviewer sind sie dort für alle Allianzpartner und Projektbeteiligten als Koordinationsmodell für die weitere Projektbearbeitung stets zugänglich. Ebenfalls dient die Plattform als zentrales Arbeitsmittel für modellbasierte Planungsbesprechungen und kann für die Dokumentation von Freigabeprozessen genutzt werden.

Weiter werden alle vom Modell abgeleiteten Unterlagen wie Pläne, Schnitte, Massenauszüge in der CDE abgelegt und den Planungsbeteiligten zur Verfügung gestellt.

Definition CDE siehe 220601_PMO_BIM_Glossar.docx

Ansprechpartner

Ansprechpartner/Admins der CDE sind: Vanessa Sagemühl, Nura Haider-Nasser, Ayline Herre für Dalux Box und Christian Huber, Marc Grünhöfer für Dalux Field.

Ansprechpartner/Admins von MS Teams sind: Vanessa Sagemühl und Laura Kersten

Einsatzbereich der CDE (Dalux)

Inhaltliche Unterscheidung Dalux/ MS Teams:

Tabelle 18 Einsatzbereich Dalux

Dalux soll intern für Vorgänge der Planung und Bauausführung (Abnahmen, Protokolle, Bautagebuch, etc.) sowie für finale Dokumente (PDFs, Zeichnungen, Revisionsunterlagen, etc.) verwendet werden. Extern erfolgt das Mängelmanagement und der Datenaustausch über Dalux.

In der Abstimmungsphase der Planung werden auch 2D-Pläne (PDF) in der Dalux Box Pro abgelegt und mit Einträgen versehen. Pläne mit Einträgen können zusätzlich mit Dalux-Kommentaren (Issues) verknüpft und Personen oder PITs zugewiesen werden.

Hierbei ist zu beachten, dass Einträge in 2D-Plänen erst gültig sind, wenn sie ins Modell eingepflegt wurden (3D-Modell hat Vorrang vor 2D-Plänen).

In Dalux werden verschiedene Kommentartypen unterschieden, im Folgenden wird ein kurzer Überblick über die verschiedenen Typen gegeben, für genauere Informationen wird auf Kapitel 14 verwiesen.

  • Modell-Kommentar: Aufgaben / Kommentare werden im Modell verortet und einem verantwortlichen Bearbeiter / PIT zugewiesen
  • Plan-Kommentar: Aufgaben / Kommentare werden mit einem Plan verknüpft und einem verantwortlichen Bearbeiter / PIT zugewiesen
  • BCF: Aufgaben / Kommentare zur Bearbeitung der Ergebnisse der Kollisionsprüfung
  • GRT Termin- und Kostenverfolgung: Kommentare zur GRT Termin- und Kostenverfolgung
  • Planerinformationsaufforderung (PIA): Kommentare / Rückfragen aus der Bauausführung an die Planungs-PIT‘s
  • Planrückstellung: Kommentare / Informationen der Planungs-PIT‘s zu zurückgestellten Plänen aus den veröffentlichten Dateien an die Baustelle

Die korrekte Anwendung der Prüfpakete und Freigabeprozesse über Dalux ist sicherzustellen.

Sämtliche Information zur Handhabung der CDE enthält das CDE-Handbuch.

Einsatzbereich von MS Teams

Zur Abgrenzung zum Ablageort MS Teams werden die dort zu findenden Inhalte wie folgt definiert:

Tabelle 19 Einsatzbereich MS Teams

Die Dateiablage bei MS Teams soll grundsätzlich für lebende Dokumente, Übergeordnetes, Meinungen sammeln, Kommunikation innerhalb der IPA, Vertragliches der NU und Sonstiges genutzt werden.

Fertiggestellte und für Dalux relevante Dokumente werden anschließend dort abgelegt.

Plan-, Modell- und Dokumentencodierung

Die Plan-, Modell- und Dokumentencodierung ist in Dalux definiert. 40 Übergeordnetes -> 100 Projektinformationen -> 200 Grundlagen -> 10 Dalux

Die Codierung ist zwingend anzuwenden, wenn Pläne, Modelle oder Dokumente auf die CDE hochgeladen werden.

Der Upload von falsch codierten Unterlagen ist in den Gewerke-Ordnern in Dalux nicht mehr möglich. In den PIT-Ordnern können Dateien beliebig benannt werden.

Pläne dürfen nur als 1-seitige pdf-Dateien und bei Bedarf als dwg-Datei hochgeladen werden. Mehrseitige Plansets sind zum Upload nicht zugelassen.

Dokumente können als 1- oder mehrseitige Dateien hochgeladen werden.

Die Kategorie “Dateityp” muss beim Upload auf Dalux zwingend ausgefüllt werden. Die übrigen Kategorien werden automatisiert von Dalux ausgefüllt gem. den Vorgaben im Dateinamen.

Vorgänge in der Bauausführung (Modul Dalux Field)

Vorgänge, die im Zuge der Bauausführung dokumentiert werden müssen (z. B. Mängelanzeigen, Abnahmen, Begehungen usw.), werden in der CDE Dalux Field erfasst. Die Vorgänge werden von den Abwicklungsteams der Allianzpartner gesammelt, beschrieben und priorisiert. Im Anschluss können entsprechende Workflows und Eingabemasken in Dalux angelegt und für die betreffenden Benutzergruppen freigeschaltet werden. Die Bearbeitung dieser Vorgänge findet ausschließlich in Dalux Field statt, damit eine einheitliche Form und Nachvollziehbarkeit gewährleistet ist.

Vertraglich vereinbarte Prozesse für Digitales, Modellbasiertes Arbeiten auf der Baustelle (Bauleiter und Poliere)​:

Vertraglich vereinbarte Prozesse für digitales, modellbasiertes Arbeiten auf der Baustelle (Nachunternehmer)​:​

Für NU außerhalb der Allianz ist zumindest die Teilnahme am Mängelmanagement über Dalux zwingend erforderlich.

  • Onboardings

Onboarding Ziele

  • Gleiches BIM-Grundverständnis für alle im Projekt. Z.B. BIM-Begriffe
  • BIM Anforderungen / Durchführung im vorliegenden Projekt verstehen
  • Jeder Mitarbeiter kann seine BIM-Aufgaben im Projekt einordnen und ausführen.

Gruppen

Die Gruppen sind bedarfsgerecht einzubinden und Ihr Wissen zu verifizieren.

Gruppe 1: PMT

Bedarf: Informationsnutzung und Kontrolle

Gruppe 2: PMO DATENMANAGEMENT

Bedarf: Informationssteuerung und Kontrolle

Gruppe 3: PIT / Alle

Bedarf: Informationserstellung, Auswertung, Koordination und Pflege

Gruppe 4: AWF-individuelle Gruppe

Bedarf: Ausführung definierter AWF

Bedarfe und Formate

Das Onboarding wird anlassbezogen in drei Anwendungsbereiche und damit auch drei Formate unterteilt:

  • Kommunikation

Bedarf: Verbreitung von Neuigkeiten zum aktuellen Status der BIM-Entwicklung und/oder anstehenden Maßnahmen.

Mittel: Kommunikation von Neuigkeiten bei relevanten Meetings (PIT-Leiter; PEP; PMT) anhand der Dalux-Protokolle des BIM-M/GK.

  • Schulungen

Bedarf: Aufbau von Wissen und gemeinsamen Verständnis zur Umsetzung von BIM-Handlungen

Mittel: Online-Schulung und Online-Test. Hierbei wird sichergestellt, dass das Wissen auch tatsächlich gegeben ist. Schulungen werden z.B. für Grundbegriffe oder die AWF. Die FK bringen diese Inhalte in den Firmen ein.

  • Praktische Simulationen

Bedarf: Einüben von praxisrelevanten Aktivitäten.

Mittel: Präsentation des AWF und Durchführung von praktischen Übungen (z.B. durch ein Rollenspiel). Durch die praktische, gemeinsame Anwendung sollen die Berührungsängste abgebaut und die Fähigkeit zur Nutzung sichergestellt werden.

Das wird zunächst durch den GK in der PIT-Leiterrunde und später durch die PIT-Paten in den PITs eingeführt.

Die Durchführung der Maßnahmen ist für die zuvor definierten Teilnehmerkreise verpflichtend.

Beschreibung der Onboarding-Mittel und Formate

Beschreibung Kommunikation

Die Dalux-Protokolle werden jeden Montag durch das BIM-M oder die GK aktualisiert und die Inhalte durch jeweilige Personen in den Meetings kommuniziert:

  • PIT Leiter Meetings
  • PEP Meetings
  • PMT Meetings.

Mit dieser Maßnahme sollen viele Personen über wesentliche Neuigkeiten informiert und an Handlungen erinnert werden.

Beschreibung Schulung

Es wurden gezielte Wissenspakete erstellt, deren Inhalte definiert und daraus die Onboardings abgeleitet. Diese bilden die Grundlage für alle Projektteilnehmer zur Mitarbeit am Projekt ab Phase 2.

  • Onboarding Datenmanagement

Ziel: Allgemeines BIM-Verständnis und Anforderungen, BIM-Begriffe und Ablauf verstehen, Vorbereitung der BIM-Anwendung

Zielgruppe: Alle Projektteilnehmer

Inhalt:

  • BIM-Definition
  • BIM-Begriffe
  • BIM und IPA
  • Vertragliche BIM-Dokumente im Projekt (BVB, EIR, BAP, NU-Verträge)
  • BIM-Anwendungsfälle im Projekt
  • Zusammenarbeit und Datenaustausch im Projekt
  • Fachmodelle und Koordinationsmodelle
  • BIM-Rollen und Verantwortlichkeiten im Projekt (z. B. Fachkoordinator und Gesamtkoordinator)
  • Häufige Fragen zu BIM
  • Ansprechpartner BIM und Datenplattformen

Format: Präsenzdurchführung und als Webinar, Video

Durchzuführen durch: BIM-Management

  • Video: Dalux Basisanwendung

Ziel: Darstellung der Dalux-Nutzung

Zielgruppe: Alle Projektteilnehmer

Inhalt:

  • Dalux öffnen und anmelden
  • Rechte und Gruppen, Verantwortlichkeiten
  • Dalux-Oberfläche
  • Dashboard
  • Box, Dokumentsystem und Dokumentstruktur
  • Viewer, Möglichkeit der Modellsichtung
  • Kommentare setzen und bearbeiten
  • Hilfen: Video, Handbuch

Format: Webinar, Video

Durchzuführen durch: FKP+FKA

  • Video: Dalux Prüfpakete und Freigabeprozesse

Ziel: Anwendung der Prüfpakete und Freigabeprozesse in Dalux

Zielgruppe: Alle Projektteilnehmer

Inhalt:

  • Prüfpakete erstellen, bearbeiten, archivieren und Verantwortlichkeiten
  • Unterschied freigegebene, geteilte und veröffentlichte Dateien
  • Freigabeprozess und Verantwortlichkeiten

Format: Webinar, Video

Durchzuführen durch: FKP+FKA

  • Dalux Field Tools

Ziel: Anwendung des spezifischen Dalux Field Tools

Zielgruppe: Alle Projektteilnehmer in Abhängigkeit zum Tool

Jedes Dalux Field Tool wird dem Projektfortschritt entsprechend geschult

Generischer Inhalt:

  • Erläuterung des Tools und dessen Mehrwerte
  • Theoretische Funktionsweise des Tools
  • Praktische Durchführung mit den Beteiligten

Format: Präsenzdurchführung

Durchzuführen durch: FKA

  • Digitales, Modellbasiertes Arbeiten auf der Baustelle

Ziel: Digitales, Modellbasiertes Arbeiten auf der Baustelle

Zielgruppe: Bauleiter und Poliere

Inhalt:

  • Projekteinführung
  • Digitales, Modellbasiertes Arbeiten im Projekt
  • Rollen und Vertragliches
  • Vertragliche Dokumente
  • BIM-Modelle und Datenaustausch
  • BIM-Rollen und BIM-Verantwortlichkeiten
  • Kommunikation – Modellbesprechung
  • Vertraglich vereinbarte digitale Prozesse nach EIR, BAP und der NU’s
  • Kommunikationswege
  • Digitale Prozesse nach EIR, BAP und der NU’s
  • Ansprechpartner und deren Aufgaben in der Bauausführung

Format: Präsenzdurchführung

Durchzuführen durch: FKA

  • **Digitales, Modellbasiertes Arbeiten auf der Baustelle für Nachunternehmer

**Ziel: Digitales, Modellbasiertes Arbeiten auf der Baustelle

Zielgruppe: Nachunternehmer

Inhalt:

  • Projekteinführung
  • Digitales, Modellbasiertes Arbeiten im Projekt
  • Vertraglich vereinbarte Prozesse für Digitales, Modellbasiertes Arbeiten auf der Baustelle​
  • Kommunikationswege zwischen NU und GU​
  • Aufgaben der Nachunternehmer und Schnittstellen zu digitalen Tools​
  • Digitale Prozesse
  • Datenmanagement Dalux​
  • Mängelmanagement / Dalux Field​
  • Dokumentation​
  • Ansprechpartner und deren Aufgaben in der Bauausführung

Format: Präsenzdurchführung

Durchzuführen durch: FKA

  • Software Imerso

Ziel: Nutzung und Anwendung Imerso

Zielgruppe: Alle Projektteilnehmer (Basis-Schulung), GKP & FK-A (Erweiterte Kenntnisse Anwendung)

Inhalt:

Basis:

  • Imerso öffnen und anmelden
  • Imerso-Oberfläche
  • Basis-Nutzung Imerso

Erweitert:

  • Konkrete Anwendung zur Fehleridentifizierung und Auswertung
  • Export gefundene Abweichungen in Dalux
  • Vertiefte Kenntnisse Imerso

Format: Online-Schulung

Durchzuführen durch: Imerso

Beschreibung praktische Simulation

Dieses Format wird für Use Cases eingesetzt, wenn bestimmte Arbeitsschritte an der Software oder anderer Art von den Projektteilnehmern gefordert werden. Beispiel sind die Modellbesprechung oder das Raumtypenbuch.

Die Umsetzung erfolgt über mehrere Schritte, die in Abhängigkeit vom Anwendungsfall mehr oder weniger detailliert zu planen sind. Die Planung erfolgt in den Steckbriefen. Dies sind die grundlegenden Schritte:

  1. Definition

Beschreibung des AWF im BAP und Freigabe. Planung des BIM-Onboarding-Vorgangs.

  1. Vorbereitung

Beschaffung von Informationen, Konzeption der Einführung inkl. Erstellung notwendiger Unterlagen wie PPT und Software.

  1. Umsetzung

Durchführung eines Vortrages und der Lernsimulation z.B. als Rollenspiel. Die Teilnehmer werden in den Inhalt thematisch eingeführt und führen die Anwendung z.B. mit Dalux durch. Vorlagen sind hierfür gegeben.

  1. Sicherung

Sicherung der Umsetzungsqualität z.B. in Form von Rückfragen durch den GK bei der PIT-Leiterrunde und Teilnahme der PIT-Paten an PIT-Runden.

Das gesamte Vorgehen ist vor Durchführung auf den jeweiligen AWF zu spezifizieren.

  • Software, Hardware und IT-Vorgaben

Image

Abbildung 14 Darstellung der Software und damit verbundene Softwaresysteme, Schnittstellen und Übergabe-Workflows

Nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die von den Allianzpartnern eingesetzte Software und Softwareversion.

Dabei werden die eingefrorenen Systeme festgelegt.

Siehe 220208_PMO_BIM_3SB_BAP_P1_Softwareliste.xlsx

Image

Abbildung 15 Softwareliste

Datenaustauschformate

Die Austauschformate der unterschiedlichen Daten sind in Kapitel Datenlieferungsgegenstände aufgeführt.

Vorlage und Dokumente

Mitgeltende Richtlinien sind die der DIN ISO 19650 vorranging und die der VDI 2552 Reihe nachrangig.

Themensammlung für den nächsten BAP

Die BAP-Updates sollen zukünftig inhaltlich orientiert sein. Für die jeweiligen Version wird ein Themenspeicher genutzt.

</p

10 - BIM-Koordination

10.1 - Koordinierung im jeweiligen PIT

Die PITs, im Besonderen die jeweiligen Fachkoordinatoren (siehe Kap.7.2), sind für die Sicherstellung der Umsetzung der vereinbarten BIM-Anwendungsfälle, die ihre Planungsdisziplin betreffen und für die Sicherstellung und Prüfung der geforderten Detaillierungsgrade der Modellelemente der BIM-Fachmodelle verantwortlich. Dazu gehört die funktionale Prüfung der Planungsinhalte sowie die inhaltliche Prüfung der zu liefernden und verwendeten Informationen. Abweichungen der Modellinhalte, der Qualitäten oder Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Anwendungsfälle werden der Gesamtkoordination angezeigt. Die Fachkoordination wird in den Kommunikationen mit den PITs von dem jeweiligen BIM-PIT-Paten, ein Ansprechpartner hinsichtlich BIM mit Bezug zum PIT unterstützt.

10.2 - Fachübergreifende Koordination

Das Koordinationsmodell wird innerhalb der CDE durch den Upload der Fachmodelle erstellt. Die Gesamtkoordination überprüft, dokumentiert und kommuniziert die Einhaltung der vereinbarten Absprachen hinsichtlich der BIM-Methode (siehe Kap.7.3) in einem wöchentlichen Bericht. Durch die Erstellung eines gesonderten Koordinationsmodells führt die Gesamtkoordination geometrische Prüfungen durch und unterstützt so die räumliche Koordination zwischen den Fachmodellen.

Die Gesamtkoordination wirkt bei der inhaltlichen Prüfung entsprechend der, in der Modellierungsrichtlinie dokumentierten, Anforderungen mit. Bei Abweichungen des vereinbarten Vorgehens oder Schwierigkeiten bei der Durchführung der BIM-Prozesse, koordiniert sie die Beteiligten und unterstützt die Beteiligten bei der Absprache hinsichtlich eines Lösungsweges. Sie kommuniziert solche geänderten Absprachen im Projekt, informiert über den Stand der Bearbeitung, das weitere Vorgehen bzw. wirkt bei Absprachen zu diesem innerhalb der Allianz mit.

10.3 - BIM-Besprechungen, virtuell und physisch

Die gemeinsame koordinierte Bearbeitung mittels der BIM-Methode erfordert den regelmäßigen Austausch über den Stand der Bearbeitung, der Aufgabenteilung, der Planung und der Umsetzung von BIM-Prozessen. Die Inhalte und Aufgaben werden in den jeweiligen Teams des PMO DM verwaltet.

Die Prozesse im PMO DM wurden neu validiert, Grund hierfür war die veränderte Planungsintensität und die Aufgaben innerhalb der IPA. Die wichtigsten Anpassungen sind:

  • Die Aufgaben verlagern sich von der Planung in die Bauausführung / Betrieb
  • Reduzierung Aufwand Besprechungen um ca. 30%
  • Signifikante Reduzierung der GK-Aufgaben

Im Folgenden wird ein Überblick über die aktuellen Besprechungen und den angepassten Besprechungsrhythmus im PMO DM gegeben.

Image

Abbildung 6: Besprechungen des PMO DM

Image

10.3.1 - PMO DATENMANAGEMENT-Besprechungen

Status Digitale Zusammenarbeit BIM-M/GK

Abstimmung des BIM-Managements und der BIM-Gesamtkoordination zum aktuellen Stand hinsichtlich Modellprüfungen und Qualitäten, der Anwendungen der AWF in der Allianz und der Kommunikation des PMO DM gegenüber allen Mitgliedern der Allianz. Sofern Probleme erkannt werden, werden sofort Maßnahmen oder Kommunikationsinhalte erarbeitet. Darüber hinaus werden bei Bedarf BIM Besprechungen des BIM-Managements angehängt. In diesen Besprechungen werden ausschließlich Datenmanagement-Themen/ Probleme des PMO DM diskutiert und gelöst.

BesprechungVerantwortlichTeilnehmerPhaseFrequenz / Termin
Status Digitale Zusammenarbeit BIM-M/GKBIM-GK, PMO DATENMANAGEMENT LeiterBIM-GK BIM-M ggf. weitereAb 2Dienstag 2-wöchentlich Nach Bedarf

Tabelle 7 Steuerungstermin PMO DM

Abstimmung der BIM-Gesamtkoordination und BIM-Fachkoordination Planung und -Ausführung zum aktuellen Stand BIM-spezifischer Themen / Probleme wie Modellprüfungen und Qualitäten sowie der Anwendungen der AWF in der Allianz. Sofern Probleme erkannt werden, werden sofort Maßnahmen oder Kommunikationsinhalte erarbeitet.

BesprechungVerantwortlichTeilnehmerPhaseFrequenz / Termin
BIM-KoordinationBIM-GKBIM-GK BIM-FKP BIM-FKAAb 2Montag 2-wöchentlich

Tabelle 8 BIM-Koordination

  • Betrieb (CAFM)

Abstimmung des FM zum aktuellen Stand hinsichtlich FM-relevanter Themen. Dazu gehören die Formulierung der FM-Anforderungen (Dokumentation/CAFM) und die Unterstützung der Übergabe der Daten an den Bauherren bzw. in den Betrieb.

BesprechungVerantwortlichTeilnehmerPhaseFrequenz / Termin
Betrieb (CAFM)BIM-FMBIM-FMAb 2Jeden Dienstag

Tabelle 9 Betrieb (CAFM)

  • Support Daten-Plattformen

Abstimmung der Admins Plattformen zu Teams und Dalux (Box, Field, FM). Dazu gehören das Aufsetzten von Prozessen in den jeweiligen Systemen sowie Support und Onboardings.

BesprechungVerantwortlichTeilnehmerPhaseFrequenz / Termin
Support Daten-PlattformenAdminsAdminsAb 2Jeden Dienstag

Tabelle 10 Support Daten-Plattformen

Digitale Betreuung Baustelle

Die Fachkoordination in der Ausführung betreut die BIM-AWF in der Ausführungsphase, bereitet diese vor und befähigt die Teilnehmer an AWF auf den Baustellen. Dies beinhaltet z.B.: Das Onboarding und Fortschreibung der Prozesse, die auf Dalux Field umgesetzt werden sollen. Die Durchführung ist entsprechend sicher zu stellen.

BesprechungVerantwortlichTeilnehmerPhaseFrequenz / Termin
Digitale Betreuung BaustelleBIM-FK AusführungBIM-FK AusführungAb 2Jeden Donnerstag

Tabelle 11: Besprechung Digitale Betreuung Baustelle

Status Rohbau-Scan

Abstimmung der Fachkoordination Ausführung, Gesamtkoordination und des BIM-Managenements zum Rohbau-Scan. Dazu gehören das Besprechen von festgestellten Abweichungen und die Koordination in die PITs sowie der aktuelle Status und festgestellte Probleme. Sofern Probleme erkannt werden, werden sofort Maßnahmen oder Kommunikationsinhalte erarbeitet.

BesprechungVerantwortlichTeilnehmerPhaseFrequenz / Termin
Status Rohbau-ScanBIM-FK AusführungBIM-FK Ausführung BIM-GK BIM-MAb 2Donnerstag monatlich

Tabelle 12: Besprechung Status Rohbau-Scan

10.3.2 - Planungsbesprechungen

Durch die Bereitstellung der Modelle (Koordinationsmodell und Fachmodelle) in der CDE, können alle Projektbeteiligten (auch Nicht-BIM Autoren) über den browsergestützten Viewer in Dalux diese Modelle einsehen und für Planungsbesprechungen und andere Abstimmungen nutzen. In den modellbasierten Planungsbesprechungen identifizierte Aufgaben können in der CDE angelegt oder an die jeweilige Gruppe zugewiesene Kommentare gemäß AWF-Kommentarmanagement weiterbearbeitet werden.

Die Anwendung der eingeführten AWF findet zum größten Teil innerhalb der Planungsbesprechungen der PITs statt. Die Mitglieder des PMO DM nehmen an diesen Besprechungen teil und unterstützen die PITs bei der Anwendung der bereitgestellten Prozesse und Methoden. Sie agieren als Kommunikationsknoten zwischen den verschiedenen Gruppen in der Allianz und dem PMO DM.

Im Zuge der veränderten Planungsintensität in der IPA, ändern sich auch die Planungsbesprechungen.

BesprechungVerantwortlichTeilnehmerPhaseFrequenz / Termin
Modellbasierte PlanungskoordinationPIT-LeiterPIT (BIM-FK Planer und PIT-Paten nach Bedarf, BIM-GK)Ab 2Dienstags, 10:30 bis 12:30
PIT-MeetingsPIT-LeiterPIT intern, jeweiliger FK bzw. BIM-PateAb 2Je nach PIT
PEP-MeetingsAllianzAlleAb 2Je nach PEP
PMTPMTPMO DM-LeitungAb 1Montags, 12:30 bis 14:30 Donnerstags, 08:00 bis 10:00 Donnerstags, 13:00 bis 15:00
ModellbesprechungGKBIM-FK Planer und PIT-Paten nach Bedarf, BIM-GKAb 2Dienstags, 16:00 bis 16:30
SuD-BesprechungGKBIM-FK Planer und PIT-Paten nach Bedarf, BIM-GKAb 2Montags, 15 bis 16
PMO DM RegelterminPMO DMPMO DM2Alle 2 Monate, in Abstimmung

Tabelle 13 Planungsbesprechungen mit Beteiligung des PMO DM

10.4 - Berichte außerhalb des PMO DATENMANAGEMENT

Die Ergebnisse der Modellprüfungen und der BIM-Koordinationsbesprechungen werden 2-wöchentlich in einem Bericht dokumentiert. Der Bericht soll den aktuellen Stand der Bearbeitung, aktuelle Hindernisse oder Erkenntnisse aufzeigen und PITs sowie dem PMT als Informationsquelle hinsichtlich der Projektbearbeitung dienen. Er ist somit die Dokumentation der Aufgaben der Gesamtkoordination. Der Bericht wird in der PIT-Leiterrunde durch die Gesamtkoordination vorgestellt. Die Leitung PMO-DM trägt die Erkenntnisse nach Erfordernis in das PMT. Der Bericht dient der Zusammenfassung der wöchentlichen Kommunikationsinhalte, wie relevante Änderungen, Anzeigen von Abweichungen und dem Bearbeitungsstand. Dazu wird er wöchentlich auf dem Allianzdashboard veröffentlicht.

Siehe Hierzu: XXxxXX_PMO_DM_Report_DashBoard.pptx

11 - Modellierungsrichtlinie und Datenanforderungen

Die zu benutzenden Softwareversionen werden mit allen Projektbeteiligten abgestimmt und sind im BAP festgelegt. Unabgestimmte Abweichungen oder Upgrades sind nicht zulässig. Nachfolgend werden abgestimmte Modellierungsgrundlagen aufgezählt. Weiterführende Abstimmungen im Detail wie z.B. Linienstärken, Bemaßungsstilen, Schriftarten oder eine gemeinsame Vorlagedatei werden für die Phase 2 nicht definiert. Für die Planerstellung ist der gemeinsame Plankopf/Planstempel zu verwenden, welcher auf der CDE Dalux zur Verfügung steht.

Alle Bauteile, Objekte und Attribute sind einheitlich, strukturiert und persistent zu bezeichnen.

Bauteile müssen eine Geschosszuordnung haben.

Bauteile müssen an Ebenen ausgerichtet werden:

  • Geschossdecken an Ebene OKRD
  • Träger an Ebene OKRD
  • Stützen von OKRD bis OKRD (mit Versatz in Deckenstärke) oder gemäß ihrer Konstruktion
  • Wände von OKRD bis OKRD (mit Versatz in Deckenstärke) oder wenn unter- bzw. oberhalb der äußeren OKRD-Ebenen des Gebäudes, ab OKRD mit manueller Höhe.

Grundsätzlich sind alle Modellelemente so zu modellieren, wie gebaut wird.

Objekte werden geschossweise getrennt modelliert. Bei geschossübergreifend genutzten Objekten (z.B. TGA-Steigleitung, Aufzugskörbe) können Ausnahmen gemacht werden.

Es gilt grundsätzlich die Einhaltung von konsistenten Element-IDs. Soweit technisch möglich, werden Bauteile angepasst und nicht neumodelliert, sodass die Änderung durch die gleichbleibende ID (bzw. GUID) nachvollzogen werden kann.

Modellelemente sind überschneidungsfrei zu erstellen.

Jedes Objekt der BIM Fachmodelle muss eine Typbezeichnung führen. Diese entspricht vorzugsweise der Revitfamilie + Familientyp.

Die Bauteile im Fachmodell bzw. Teilmodell werden so konstruiert, dass die Hauptmaße und Mengen als Listen generiert werden können und diese in weiterer Folge für die Massenermittlung herangezogen werden.

Geschosse, Ebenen und Gebäuderaster werden durch das Architekturteam festgelegt und bilden die Grundlage (Leitmodell) für alle weiteren Fachdisziplinen.

Bauteile des Rohbaus (z.B. Wände, Geschossdecken, Tragwerksstützen, Träger etc.) sind grundsätzlich als tragend anzunehmen und in Revit entsprechend zu deklarieren.

Die Bewehrungsplanung erfolgt an einem separaten Modell, welches nicht zur Verfügung gestellt wird, sondern nur der Planableitung dient.

11.1 - Gauß-Krüger-Koordinatensystem

Die Positionierung inkl. Festlegung von Projektbasispunkten der drei Grundstücke ist in der Phase 1B erfolgt. Eine Verortung erfolgt innerhalb der Projektphase je Schulstandort. Gemäß dem Dokument Informationen zu Planungen im UTM-System, ist das zu verwendende Koordinatensystem für alle aus dem Modell abzuleitenden Daten, welche sich auf ein Koordinatensystem beziehen, das Gauß-Krüger-Koordinatensystem. Die entsprechenden Koordinaten werden dem Nullpunktkörper als Parameterwerte hinterlegt. Der Modellbasispunkt bildet den gemeinsamen Einfügepunkt aller Fachmodelle sowie ggfls. deren Teilmodelle. Er wird durch einen Nullpunktkörper markiert und muss in allen Teilmodellen geführt werden. Folgende Koordinaten werden diesbezüglich definiert:

NOL Gebäude / Sporthalle:

RichtungKoordinaten
X3471835.808
Y5936333.690
ZGebäude: 3.0 m(üNN) / Sporthalle 2.90 m(üNN)
Winkel gegen geographischen Norden341.86°

NGL:

RichtungKoordinaten
X3472974.756
Y5936230.921
Z3.10 m(üNN)
Winkel gegen geographischen Norden4.28°

SHS Gebäude / Sporthalle:

RichtungKoordinaten
X3473241.1080
Y5932496.9300
ZGebäude 3.30 m(üNN) / Sporthalle 3.10 m(üNN)
Winkel gegen geographischen Norden3.62°

Zur Übersicht wird der Projekt-Ursprung des Gesamtmodells durch eine dreidimensionale umgedrehte Pyramide mit den Abmessungen (BxHxT) 1x1x1 m materialisiert, wie in der folgenden Abbildung dargestellt. Zusätzlich wird je Gewerk ein farbig unterschiedlicher Würfel mit den Abmessungen 0,5x0,5x0,5m neben der Pyramide platziert. Ggfs. sind diese Würfel bei Bedarf zu erweitern.

Image

Abbildung 7 Koordinationskörper

Zuordnung der beteiligten Fachdisziplinen:

  • Architektur – ROTER Würfel
  • Freianlagen – GRÜNER Würfel
  • Tragwerk – BLAUER Würfel
  • TGA HLS – MAGENTA Würfel
  • TGA ELT - ORANGE Würfel
  • FAS – CYAN Würfel
  • AUS – GELBER Würfel

Image

11.2 - Einheiten

Es werden folgende grundsätzlichen Standards festgelegt:

  • Sprache: Deutsch
  • Länge: Meter [m]
  • Fläche: Quadratmeter [m2]
  • Volumen: Kubikmeter [m3]
  • Zeit: Tage [tg]
  • Masse: Tonnen [t]
11.3 - BIM-Modellstruktur

Alle erzeugten Modelle werden schulstandortbezogen übergeben. Die Modelle werden mit folgender Modellstruktur erstellt:

StrukturName
Schulstandort**NGL/NOL/SHS**
**Liegenschaft****Flurstücke**
**Gebäude****Schulgebäude**
**Geschoss****EG/1.OG**

Tabelle 14 Modellstruktur

11.4 - Fachmodelle

Jeder relevante Fachplaner erstellt, nach Bedarf und Nutzen für das Projektteam, Teilmodelle bestehend aus den Elementen eines Gewerkes, für welche die jeweilige Disziplin zuständig ist. Die Gesamtheit aller Teilmodelle einer Disziplin bildet das Fachmodell der Disziplin. Die Gesamtheit aller Fachmodelle wird im Gesamtmodell sowie im Koordinationsmodell zusammengeführt. Planungsziel ist das 3D-Koordinations-Modell als Ergebnis der Zusammenführung aller oder einzelner Teil- und Fachmodelle zur gemeinsamen Betrachtung und Auswertung, z.B. zur Ablaufplanung oder Kollisionsprüfung. Folgende Fachmodelle sind vorgesehen und werden nach Bedarf im Projektablauf nachgeführt.

**Modellnutzung****Fachmodell****Teilmodelle**
PlanungARC -Objektplanung Inkl. InnenausbauZentralgebäude, Sporthalle
PlanungTWP - RohbauZentralgebäude Sporthalle
PlanungTGA – HLS (Heizung/Sanitär/Luft)Zentralgebäude Sporthalle
PlanungTGA - ELTZentralgebäude Sporthalle
PlanungLAP/ LandschaftsarchitekturFreianlagen
PlanungFAS / FassadeZentralgebäude Sporthalle

Tabelle 15 Übersicht Fachmodelle

11.5 - Ebenen/ Geschosse

Die Anzahl und Bezeichnung der Ebenen wurde entwurfsabhängig entwickelt und entsprechend zum Abschluss der Projektphase 1 A definiert. Es werden Ebenen an Oberkante Rohdecke (OKRD) und Oberkante Fertigfußboden (OKFF) genutzt. Jedes Geschoss besitzt entsprechende Ebenen. Ein Geschoss verläuft von OKRD bis OKRD der Ebene darüber. Diese Festlegungen werden nachfolgend aufgeführt:

Image

Abbildung 8 Ebenenbezeichnung

Die Ebenenbezeichnung wird festgelegt zu: Geschoss-OKRD bzw. Geschoss-OKFF jeweils mit aufstehender Höhenangabe.

Zusätzliche Ebenen können bei Bedarf erstellt werden (z.B. UKRD als Bezug für Installationen unterhalb der Decke).

Image

11.6 - Achsen/ Raster

Die Anzahl und Bezeichnung der Achsen wurde entwurfsabhängig je Gebäude in Phase 1 A entwickelt und wird für die weitere Bearbeitung übernommen und nur nach projektweiter Abstimmung angepasst. Die Bezeichnung der Achsen erfolgt alphanumerisch z.B. A, B, C, ... bzw. 1, 2, 3, ...

11.7 - Bauteilbezeichnung

Alle erstellten Modellelemente (Bauteile) müssen eine eindeutige Bezeichnung besitzen. Klassifizierungen und Namenskonventionen für bauteilspezifische Modellierung sind für die Kostengruppe 300 in einer separaten Datei definiert. Nicht aufgezählte, explizit erwähnte Bauteile sind inhaltlich sinnvoll und eindeutig in ihrer Bezeichnung zu wählen.

Für die Landschaftsarchitektur sowie die TGA-Gewerke sind die Klassifizierung und Namenskonventionen für Bauteilspezifische Modellierung für die KG 400/ 500 in einer separaten Datei definiert.

Siehe hierzu angehängter Ordner: 03_Nomenklatur (Architektur, Landschaftsarchitektur, HLS, ELT, TWP)

11.8 - Eingangs-/ Ausgangsdaten

Der wesentliche Modellaustausch wird nativ stattfinden. Es sind keine regelmäßigen Exporte in weitere Dateiformate (z.B. IFC 2x3) für andere Projektpartner vorgesehen. Die Dateigröße ist möglichst klein zu halten, sodass Bereinigungen vor Modellweitergabe durchzuführen sind und erforderliche Modellierungstiefen zu beachten sind.

11.9 - Räume/ Raumbegrenzung

Das Raumwerkzeug wird für jeden Raum verwendet, der laut Raumbuch eine Nummer erhält, sowie eine sinnvolle Bezeichnung. Räume sind so zu modellieren, dass diese für Analysen der TGA-Planung nutzbar sind. Siehe hierzu: 220201_PMO_BIM_Hinweise Architekten_Ausführlich.pdf

11.10 - Bibliotheken

Die Nutzung der für die laufende Phase notwendigen Elemente wird dem Entwurfsverfasser überlassen. Es ist darauf zu achten, dass Systemfamilien mit korrekter Kategorie-Zuweisung eingesetzt werden. Bei Bedarf wird eine gemeinsam genutzte Bibliothek innerhalb der Allianzpartner aufgebaut.

11.11 - Level of Information Need (LOIN)

LOIN definiert den allgemeinen Ausarbeitungsgrad/ Planungstiefe von Modellen, welche für die vorhandenen Anwendungsfälle notwendig sind. Es ist nicht Ziel die maximal möglichen Informationen einzubringen, sondern erforderliche. Je höher die Phasenbezeichnung (100 bis 500), desto expliziter die Inhalte.

LOIN setzt zusammen die Festlegungen zu alphanummerischen Informationstiefe (LOI) und den Grad der Ausdifferenzierung der Bauteilgeometrien (LOG). D.h. LOIN = LOI + LOG

Image

Abbildung 9 LOIN nach Phasen

Darstellung der Elemente nach Phasen siehe separates Dokument 220309_PMO_BIM_LOIN-Matrix.xlsx

Image

11.11.1 - LOG – Festlegung der Geometriegenauigkeit
**LOG****Phase****Beschreibung**
**100****Vorentwurfsplanung****Phase 1A****Grobe Konzeptuierung und Verortung im Raum ** **Notwendige Elemente werden grob als Platzhalter abgebildet und dienen einer ersten Massenermittlung und Körperanalyse.**
**200****Entwurfsplanung****Phase 1B****Grobe Geometrie** **Ein Modellelement wird geometrisch repräsentiert durch ein generisches Objekt, das mit ungefähren Abmessungen, Position und Orientierung versehen ist. Teilung in tragende und nichttragende Bauteile entsprechend DIN 276, dritte Ebene. Konstruktiv relevante Öffnungen sind vorhanden.**
**300****Ausführungsplanung****Phase 2****Exakte Geometrie** **Modellelemente werden mit ihren exakten Abmessungen und lagerichtig im Modell dargestellt. Der Aufbau des Elements ist systematisch dargestellt (z.B. Schichtung, Gliederung). Elementaufbau kann gewerkespezifisch unterschieden werden. Neuralgische Punkte sind konstruktiv geklärt und bis zu einer Maßstabstiefe von 1:50 in das Modell eingearbeitet. Schlitze und Durchbrüche sind vorhanden.**
**400****Montageplanung****Phase 2****Ausdetaillierung für Werkstatt und Montage** **Aufbau des Modellelement in ausreichender Tiefe dargestellt, um eine Ausführung des Elements werkseitig und auf der Baustelle zu ermöglichen. Detailaufbau, z.B. Abschlüsse, Anschlüsse, Stahleinlagen o.ä. sind dargestellt. Maßstabstiefe ≤ 1:50. Nach Projektvereinbarung werden Details ab einem Maßstab kleiner als 1:50 nicht mehr als 3D-Objekt dargestellt, sondern nur als 2D-Detailelemente in den entsprechenden abgeleitet Plänen ergänzt. _<Genaue Festlegungen zur Ausführung der LOG folgen im Projektverlauf>_**
**500****Übergabemodell (As-Built)****Phase 3****Dokumentation** **Dokumentation des fertiggestellten Gebäudes für Gebäudebetrieb. _<Genaue Festlegungen zur Ausführung der LOG folgen im Projektverlauf, insbes. mit Blick auf AWF Facility Management>_**

Tabelle 16 Beschreibung LOG

11.11.2 - LOI - Festlegung der Informationstiefe
**LOI****Phase****Beschreibung**
**100****Vorentwurfsplanung****Phase 1A****Generische Informationen durch Konzeptuierung und Verortung** **Modellelemente enthalten generische Informationen zur ihren groben Flächen -und Volumenbedarf, zu Bauteilart und -funktion, sowie u.U. zu ihrer Raumzugehörigkeit**
**200****Entwurfsplanung****Phase 1B****Beschriftungs- und darstellungsrelevante Informationen Entwurf / Bauantrag ** **Das Modellelement enthält neben generischen Informationen, die sich aus der Anwendung des Modellelementes ergeben, spezifische Informationen, die die Abbildung des Bauwerks im Maßstab 1:100 für die Entwurfs- bzw. Bauantragsabgabe ermöglichen. Maßgebliche Eigenschaften sind enthalten.**
**300****Ausführungsplanung****Phase 2****Spezifikation ausführungsrelevanter Informationen / Ausschreibung** **Die Informationen des Modellelements werden angereichert durch weiterführende und produktspezifische Informationen (z.B. Qualitäten, Hersteller- und Produktangaben, Zertifizierungen etc.), die für die Ausführung benötigt werden und die Erstellung einer vollumfänglichen Ausschreibung ermöglichen. **
**400****Montageplanung****Phase 2****Konkretisierung Detailaufbau / Produktion und Montage** **Das Modellelement beinhaltet Informationen zu Ein- und Anbauteilen, Befestigungen, Zubehör, Liefer-ID etc. die für die Bestellung und Produktion, sowie für die Montage auf der Baustelle benötigt werden. _<Genaue Festlegungen zur Ausführung der LOG folgen im Projektverlauf>_**
**500****Übergabemodell (As-Built)****Phase 3****Dokumentation verbauter Bauteile / Baubetrieb ** **Das Modellelement enthält individuelle, konkrete Informationen für die Wartung und den Betrieb des Gebäudes, z.B. Artikelnummer, Garantien und Lebenszyklen etc. _<Genaue Festlegungen zur Ausführung der LOG folgen im Projektverlauf, insbes. mit Blick auf AWF Facility Management>_**

Tabelle 17 Beschreibung LOI

11.11.3 - Modellierungsdetails

Nachfolgend werden einzelne Elementmodellierungen detailliert beschrieben.

Rohbau:

  • Keine Profilwand erstellen, sondern die Wand teilen. Die unterschiedlichen Wandteile erhalten verschiedene Höhen.

Image

Abbildung 10 Modellierung Wand bei Deckenversprung

  • Wände nicht durchführen bei Zwischendecken. Die unterschiedlichen Wandteile erhalten verschiedene Höhen. Für Zwischengeschosse wird auch eine extra Ebene erstellt.

Image

Abbildung 11 Modellierung Zwischengeschoss

  • Deckenkanten jeweils bis Außenkante Versprung. Die Versprungbreite ist meist gleich der

Deckendicke. Für einen Deckenversprung wird keine neue Ebene erstellt. Der Höhenunterschied wird über ein Versatzmaß erreicht.

Image

Abbildung 12 Modellierung Deckenversprung

Bodenplatten werden als Geschossdecken erstellt, da so Gefälle und weitere Optionen möglich sind. Das Revit-Werkzeug Fundament: Wand (für Streifenfundamente) ist in jedem Fall zu vermeiden.

Tragwerksstützen werden nicht an die darüber liegende oder darunterliegende Geschossdecke fixiert angebunden.

Image

Image

Image

11.12 - Modellhoheiten und Single Source of Truth

Die Modellhoheit (Lead) liegt im jeweiligen PIT bei der PIT-Leitung. Diese koordiniert die weiteren Planungsgewerke und das Modell im PIT und ist für dessen Richtigkeit und Vollständigkeit verantwortlich. Die Fachkoordinatoren unterstützen die PIT-Leiter und führen die notwendigen Onboardings durch. Bestimmte Planungsgewerke (siehe Abbildung) sind im Lead, d.h. dass diese Modelle die Grundlage für nachfolgende Zeichnungen und Details bilden. Abweichende Informationen sind durch diese Maßnahme strikt zu vermeiden.

Das Modell bildet dabei den aktuellen Stand ab, es steht in der Rangordnung immer über den Plänen und ist die Single Source of Truth (ein Planungsstand). Die Ausführung erfolgt anhand der freigegebenen Pläne, welche zwingend aus dem Modell abzuleiten sind. Das Koordinationsmodell (in Dalux Box) ist der aktuelle Projektstand.

Image

Image

Abbildung 13: Modellhoheiten in den PITs

Image

Image

12 - Data-Drop

12.1 - Definition

Data-Drop bezeichnet die Abgabe von Modellen und Planungsunterlagen zur Dokumentation der Ergebnisse einer Projektphase.

12.2 - Ablageort

Daten eines Data-Drops werden in der CDE Dalux Box Pro abgelegt unter:

Dateien/10 NGL/200 Planung/200 Phase XX/_(Gewerk)/Modelle_

…/20 NOL/200 Planung/200 Phase XX/_(Gewerk)/Modelle_

…/30 SHS/200 Planung/200 Phase XX/_(Gewerk)/Modelle_

Im fortgeschrittenen Projektverlauf erfolgt die Ablage entsprechend in späteren Phasen.

12.3 - Inhalt

Ein Data-Drop beinhaltet folgendes:

  • Abgestimmte Teil-/Fachmodelle in bereinigter Form gemäß fachinterner Qualitätsprüfung im Format RVT und DALUXBIM Modellprüfberichte der Model Checker-Prüfung im Format HTML
  • Modellübergabebericht im Format XLSX
  • Abgeleitete 2D-Pläne in einem der Projektphase entsprechenden Maßstab (1:200, 1:100, 1:50, o. a.) im Format PDF

Optional:

  • Berechnungen (z. B. Statik, TGA) im Format PDF
  • Gutachten (z. B. Schallschutz, Brandschutz) im Format PDF
  • Austauschformat CPIXML für z.B. Mengenermittung

Der Umfang der abzugebenden 2D-Pläne und zum Modellinhalt ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht festgelegt.

12.4 - Data-Drops in der Projektphase 2

Data-Drops der Projektphase 2 sind der Datei 220808_PMO_BIM_Meilensteine Phase 2.mpp zu entnehmen.

Modell- und Planuploads abseits der definierten Data-Drops haben mindestens wöchentlich stattzufinden, damit gewährleistet ist, dass der aktuelle Planungsstand immer auf Dalux zu finden ist.

13 - Gemeinsame Datenumgebungen

Als Datenplattformen werden MS Teams und die CDE Dalux genutzt. Dabei erfolgt der Zugriff und die Nutzung der Beteiligten gemäß eingestellter Rechtevergabe, welche auf der Plattform einsehbar ist. Die Plattform Dalux steht den Allianzpartnern, sowie externen Beteiligten zur Verfügung (nach Zusendung des Anmeldelinks). MS Teams ist nur für die Allianzpartner zugänglich.

Die Fachmodelle je Disziplin werden in der CDE Dalux als native Revit-Dateien, sowie über das Revit-Plug-In als .daluxbim-Dateien abgelegt im Rahmen eines regelmäßigen Modellaustausches. Über den Dalux Modelviewer sind sie dort für alle Allianzpartner und Projektbeteiligten als Koordinationsmodell für die weitere Projektbearbeitung stets zugänglich. Ebenfalls dient die Plattform als zentrales Arbeitsmittel für modellbasierte Planungsbesprechungen und kann für die Dokumentation von Freigabeprozessen genutzt werden.

Weiter werden alle vom Modell abgeleiteten Unterlagen wie Pläne, Schnitte, Massenauszüge in der CDE abgelegt und den Planungsbeteiligten zur Verfügung gestellt.

Definition CDE siehe 220601_PMO_BIM_Glossar.docx

13.1 - Ansprechpartner

Ansprechpartner/Admins der CDE sind: Vanessa Sagemühl, Nura Haider-Nasser, Ayline Herre für Dalux Box und Christian Huber, Marc Grünhöfer für Dalux Field.

Ansprechpartner/Admins von MS Teams sind: Vanessa Sagemühl und Laura Kersten

Link Dalux: https://build.dalux.com/client/login?returnUrl=%2F348322%2Fproject-dashboard%2Fdashboard
13.2 - Einsatzbereich der CDE (Dalux)

Inhaltliche Unterscheidung Dalux/ MS Teams:

Inhalt DALUX CDE
Dateityp**Beispiel**
ModelleArchitekturmodell NGL, Rohbaumodell SHS
PläneSchema Sanitär NGL, Grundrisse, Positionspläne, Schnitte, zeichnerische Arbeitsgrundlagen (kommentierte 2D-Pläne), Skizzen, Planungskonzepte,
DokumenteHandbuch, Heizlastberechnung, Statiken, Berechnungen, Modellprüfberichte der Gesamt- und Fachkoordinatoren
Listen, Planlisten, DokumentenlistenPlanlieferliste, Fabrikatslisten, Türliste
techn. ProtokolleSpülprotokoll Sanitär, Aufheizprotokoll, Inbetriebnahmen, Abnahmen
DokumentationsunterlagenHerstellerdetails, Datenblätter, Zulassungen, Revisionsunterlagen
AufgabenmanagementKommentare, Issueverwaltung
BaustellenvorgängeBautagebuch, Mängelanzeigen, Sicherheitsbegehungen, etc.
Protokolle internBegehungen, Jour-Fixe

Tabelle 18 Einsatzbereich Dalux

Dalux soll intern für Vorgänge der Planung und Bauausführung (Abnahmen, Protokolle, Bautagebuch, etc.) sowie für finale Dokumente (PDFs, Zeichnungen, Revisionsunterlagen, etc.) verwendet werden. Extern erfolgt das Mängelmanagement und der Datenaustausch über Dalux.

In der Abstimmungsphase der Planung werden auch 2D-Pläne (PDF) in der Dalux Box Pro abgelegt und mit Einträgen versehen. Pläne mit Einträgen können zusätzlich mit Dalux-Kommentaren (Issues) verknüpft und Personen oder PITs zugewiesen werden.

Hierbei ist zu beachten, dass Einträge in 2D-Plänen erst gültig sind, wenn sie ins Modell eingepflegt wurden (3D-Modell hat Vorrang vor 2D-Plänen).

In Dalux werden verschiedene Kommentartypen unterschieden, im Folgenden wird ein kurzer Überblick über die verschiedenen Typen gegeben, für genauere Informationen wird auf Kapitel 14 verwiesen.

  • Modell-Kommentar: Aufgaben / Kommentare werden im Modell verortet und einem verantwortlichen Bearbeiter / PIT zugewiesen
  • Plan-Kommentar: Aufgaben / Kommentare werden mit einem Plan verknüpft und einem verantwortlichen Bearbeiter / PIT zugewiesen
  • BCF: Aufgaben / Kommentare zur Bearbeitung der Ergebnisse der Kollisionsprüfung
  • GRT Termin- und Kostenverfolgung: Kommentare zur GRT Termin- und Kostenverfolgung
  • Planerinformationsaufforderung (PIA): Kommentare / Rückfragen aus der Bauausführung an die Planungs-PIT‘s
  • Planrückstellung: Kommentare / Informationen der Planungs-PIT‘s zu zurückgestellten Plänen aus den veröffentlichten Dateien an die Baustelle

Die korrekte Anwendung der Prüfpakete und Freigabeprozesse über Dalux ist sicherzustellen.

Sämtliche Information zur Handhabung der CDE enthält das CDE-Handbuch.

13.3 - Einsatzbereich von MS Teams

Zur Abgrenzung zum Ablageort MS Teams werden die dort zu findenden Inhalte wie folgt definiert:

Inhalt MS TEAMS
Dateityp**Beispiel**
Vorgaben / LeitfädenAIA, BAP, FLB
VorlagenBemusterungsblätter
TermineTerminpläne, Taktpläne, Meilensteine
ÜbersichtenOrganigramme
externe SchreibenAnfragen, Genehmigungen, Hersteller / Lieferanten

Tabelle 19 Einsatzbereich MS Teams

Die Dateiablage bei MS Teams soll grundsätzlich für lebende Dokumente, Übergeordnetes, Meinungen sammeln, Kommunikation innerhalb der IPA, Vertragliches der NU und Sonstiges genutzt werden.

Fertiggestellte und für Dalux relevante Dokumente werden anschließend dort abgelegt.

13.4 - Plan-, Modell- und Dokumentencodierung

Die Plan-, Modell- und Dokumentencodierung ist in Dalux definiert. 40 Übergeordnetes -> 100 Projektinformationen -> 200 Grundlagen -> 10 Dalux

Die Codierung ist zwingend anzuwenden, wenn Pläne, Modelle oder Dokumente auf die CDE hochgeladen werden.

Der Upload von falsch codierten Unterlagen ist in den Gewerke-Ordnern in Dalux nicht mehr möglich. In den PIT-Ordnern können Dateien beliebig benannt werden.

Pläne dürfen nur als 1-seitige pdf-Dateien und bei Bedarf als dwg-Datei hochgeladen werden. Mehrseitige Plansets sind zum Upload nicht zugelassen.

Dokumente können als 1- oder mehrseitige Dateien hochgeladen werden.

Die Kategorie “Dateityp” muss beim Upload auf Dalux zwingend ausgefüllt werden. Die übrigen Kategorien werden automatisiert von Dalux ausgefüllt gem. den Vorgaben im Dateinamen.

13.5 - Vorgänge in der Bauausführung (Modul Dalux Field)

Vorgänge, die im Zuge der Bauausführung dokumentiert werden müssen (z. B. Mängelanzeigen, Abnahmen, Begehungen usw.), werden in der CDE Dalux Field erfasst. Die Vorgänge werden von den Abwicklungsteams der Allianzpartner gesammelt, beschrieben und priorisiert. Im Anschluss können entsprechende Workflows und Eingabemasken in Dalux angelegt und für die betreffenden Benutzergruppen freigeschaltet werden. Die Bearbeitung dieser Vorgänge findet ausschließlich in Dalux Field statt, damit eine einheitliche Form und Nachvollziehbarkeit gewährleistet ist.

Vertraglich vereinbarte Prozesse für Digitales, Modellbasiertes Arbeiten auf der Baustelle (Bauleiter und Poliere)​:

VorgangBeschreibung
Modellbasiertes Arbeiten im ProjektNutzen der Modelle auf der Baustelle, Navigation im Koordinationsmodell (App / Tablet)
Ableitung von Plänen aus dem ModellPlanauszug aus dem BIM-Modell auf der Baustelle
Erstellung, Bearbeitung und Abschließen von Aufgaben (Bauliche Hinweise) in Dalux FieldHierfür werden Aufgaben am Modell fixiert, beschrieben und an andere Personen zur Bearbeitung weitergeleitet.
Dalux BoxGemeinsame Nutzung von Dokumenten über die zentrale Datenablage Dalux.
Modellbasierte Besprechung (BIM-Viewer)Besprechung mit Hilfe des Fachmodells oder Koordinationsmodells, weiterer Einsatz von 2D Plänen, etc.
Modellbasierte MengenermittlungAbleitung von Mengen / Massen /Stücklisten aus dem Modell
MängelmanagementMängelerfassung und Mängelverwaltung anhand des Modells über Dalux Field.
Weitere Tools Dalux Field• Durchführen von Abnahmen in Dalux Field • Durchführen von Begehungen in Dalux Field • Durchführen von Bemusterungen in Dalux Field • Durchführen von Sicherheitsunterweisungen in Dalux Field • Durchführen von Vorleistungsprüfungen in Dalux Field • Durchführen von Qualitätssicherungen (Prüfprotokolle, Prüfkarten, etc.) in Dalux Field • Durchführen von Gewährleistungsmängeln in Dalux Field • Durchführen von Hindernissen in Dalux Field • Erstellen und Bearbeiten von Protokollen über Dalux Field • Durchführen von Schlussrechnungsprüfungen NU über Dalux Field • Durchführen von NU-Abnahmen über Dalux Field
ÄnderungsmanagementModellbasiertes Änderungsmanagement. Die Änderungen nach dem Designfreeze werden im Modell abgebildet.
Capture Foto ToolErstellen von Fotos vor Ort mittels mobiler Endgeräte und Verortung im Modell zur Dokumentation. Durchführung von SiteWalks.
(Fortschritts-) DokumentationUpload von Revisionsunterlagen, Dokumenten, Werk- und Montageplanung, etc. + Dateicodierung
BIM-BetriebsdatenÜbernahme der Modelle als Dokumentation in den Betrieb, wobei FM-wesentliche Informationen im Betrieb genutzt werden. Hier können z.B. auch Aufgaben verwaltet, Reinigungszyklen festgehalten oder die Immobilie in 3D vor einer Begehung durch den Handwerker eingesehen werden. ​

Vertraglich vereinbarte Prozesse für digitales, modellbasiertes Arbeiten auf der Baustelle (Nachunternehmer)​:​

Für NU außerhalb der Allianz ist zumindest die Teilnahme am Mängelmanagement über Dalux zwingend erforderlich.

VorgangBeschreibung
Datenmanagement DaluxDigitaler Datenaustausch (Dokumentationen, Protokolle, etc.) über die zentrale Daten-Plattform Dalux
Mängelmanagement / Dalux FieldAbbilden, Bearbeiten und Dokumentieren von Aufgaben in der Bauausführung in Dalux Field (z. B. Mängelanzeigen).​ Erkannte Mängel werden erfasst und einem verantwortlichen Bearbeiter (Verursacher) zugeordnet. Weiterbearbeitung, Dokumentation und Schließen des Vorgangs über Dalux.​
DokumentationAlle vom AN zu liefernden Unterlagen sind vollständig in digitaler Form (lesbare Dateiformate sowie ggf. zusätzlich native Dateiformate) dem AG zur Einstellung in Dalux zu übergeben

14 - Onboardings

14.1 - Onboarding Ziele
  • Gleiches BIM-Grundverständnis für alle im Projekt. Z.B. BIM-Begriffe
  • BIM Anforderungen / Durchführung im vorliegenden Projekt verstehen
  • Jeder Mitarbeiter kann seine BIM-Aufgaben im Projekt einordnen und ausführen.
14.2 - Gruppen

Die Gruppen sind bedarfsgerecht einzubinden und Ihr Wissen zu verifizieren.

Gruppe 1: PMT

Bedarf: Informationsnutzung und Kontrolle

Gruppe 2: PMO DATENMANAGEMENT

Bedarf: Informationssteuerung und Kontrolle

Gruppe 3: PIT / Alle

Bedarf: Informationserstellung, Auswertung, Koordination und Pflege

Gruppe 4: AWF-individuelle Gruppe

Bedarf: Ausführung definierter AWF

Bedarfe und Formate

Das Onboarding wird anlassbezogen in drei Anwendungsbereiche und damit auch drei Formate unterteilt:

Beschreibung der Onboarding-Mittel und Formate

Beschreibung Kommunikation

Die Dalux-Protokolle werden jeden Montag durch das BIM-M oder die GK aktualisiert und die Inhalte durch jeweilige Personen in den Meetings kommuniziert:

  • PIT Leiter Meetings
  • PEP Meetings
  • PMT Meetings.

Mit dieser Maßnahme sollen viele Personen über wesentliche Neuigkeiten informiert und an Handlungen erinnert werden.

Beschreibung Schulung

Es wurden gezielte Wissenspakete erstellt, deren Inhalte definiert und daraus die Onboardings abgeleitet. Diese bilden die Grundlage für alle Projektteilnehmer zur Mitarbeit am Projekt ab Phase 2.

  • Onboarding Datenmanagement

Ziel: Allgemeines BIM-Verständnis und Anforderungen, BIM-Begriffe und Ablauf verstehen, Vorbereitung der BIM-Anwendung

Zielgruppe: Alle Projektteilnehmer

Inhalt:

  • BIM-Definition
  • BIM-Begriffe
  • BIM und IPA
  • Vertragliche BIM-Dokumente im Projekt (BVB, EIR, BAP, NU-Verträge)
  • BIM-Anwendungsfälle im Projekt
  • Zusammenarbeit und Datenaustausch im Projekt
  • Fachmodelle und Koordinationsmodelle
  • BIM-Rollen und Verantwortlichkeiten im Projekt (z. B. Fachkoordinator und Gesamtkoordinator)
  • Häufige Fragen zu BIM
  • Ansprechpartner BIM und Datenplattformen

Format: Präsenzdurchführung und als Webinar, Video

Durchzuführen durch: BIM-Management

  • Video: Dalux Basisanwendung

Ziel: Darstellung der Dalux-Nutzung

Zielgruppe: Alle Projektteilnehmer

Inhalt:

  • Dalux öffnen und anmelden
  • Rechte und Gruppen, Verantwortlichkeiten
  • Dalux-Oberfläche
  • Dashboard
  • Box, Dokumentsystem und Dokumentstruktur
  • Viewer, Möglichkeit der Modellsichtung
  • Kommentare setzen und bearbeiten
  • Hilfen: Video, Handbuch

Format: Webinar, Video

Durchzuführen durch: FKP+FKA

  • Video: Dalux Prüfpakete und Freigabeprozesse

Ziel: Anwendung der Prüfpakete und Freigabeprozesse in Dalux

Zielgruppe: Alle Projektteilnehmer

Inhalt:

  • Prüfpakete erstellen, bearbeiten, archivieren und Verantwortlichkeiten
  • Unterschied freigegebene, geteilte und veröffentlichte Dateien
  • Freigabeprozess und Verantwortlichkeiten

Format: Webinar, Video

Durchzuführen durch: FKP+FKA

  • Dalux Field Tools

Ziel: Anwendung des spezifischen Dalux Field Tools

Zielgruppe: Alle Projektteilnehmer in Abhängigkeit zum Tool

Jedes Dalux Field Tool wird dem Projektfortschritt entsprechend geschult

Generischer Inhalt:

  • Erläuterung des Tools und dessen Mehrwerte
  • Theoretische Funktionsweise des Tools
  • Praktische Durchführung mit den Beteiligten

Format: Präsenzdurchführung

Durchzuführen durch: FKA

  • Digitales, Modellbasiertes Arbeiten auf der Baustelle

Ziel: Digitales, Modellbasiertes Arbeiten auf der Baustelle

Zielgruppe: Bauleiter und Poliere

Inhalt:

  • Projekteinführung
  • Digitales, Modellbasiertes Arbeiten im Projekt
  • Rollen und Vertragliches
  • Vertragliche Dokumente
  • BIM-Modelle und Datenaustausch
  • BIM-Rollen und BIM-Verantwortlichkeiten
  • Kommunikation – Modellbesprechung
  • Vertraglich vereinbarte digitale Prozesse nach EIR, BAP und der NU’s
  • Kommunikationswege
  • Digitale Prozesse nach EIR, BAP und der NU’s
  • Ansprechpartner und deren Aufgaben in der Bauausführung

Format: Präsenzdurchführung

Durchzuführen durch: FKA

  • **Digitales, Modellbasiertes Arbeiten auf der Baustelle für Nachunternehmer

**Ziel: Digitales, Modellbasiertes Arbeiten auf der Baustelle

Zielgruppe: Nachunternehmer

Inhalt:

  • Projekteinführung
  • Digitales, Modellbasiertes Arbeiten im Projekt
  • Vertraglich vereinbarte Prozesse für Digitales, Modellbasiertes Arbeiten auf der Baustelle​
  • Kommunikationswege zwischen NU und GU​
  • Aufgaben der Nachunternehmer und Schnittstellen zu digitalen Tools​
  • Digitale Prozesse
  • Datenmanagement Dalux​
  • Mängelmanagement / Dalux Field​
  • Dokumentation​
  • Ansprechpartner und deren Aufgaben in der Bauausführung

Format: Präsenzdurchführung

Durchzuführen durch: FKA

  • Software Imerso

Ziel: Nutzung und Anwendung Imerso

Zielgruppe: Alle Projektteilnehmer (Basis-Schulung), GKP & FK-A (Erweiterte Kenntnisse Anwendung)

Inhalt:

Basis:

  • Imerso öffnen und anmelden
  • Imerso-Oberfläche
  • Basis-Nutzung Imerso

Erweitert:

  • Konkrete Anwendung zur Fehleridentifizierung und Auswertung
  • Export gefundene Abweichungen in Dalux
  • Vertiefte Kenntnisse Imerso

Format: Online-Schulung

Durchzuführen durch: Imerso

Beschreibung praktische Simulation

Dieses Format wird für Use Cases eingesetzt, wenn bestimmte Arbeitsschritte an der Software oder anderer Art von den Projektteilnehmern gefordert werden. Beispiel sind die Modellbesprechung oder das Raumtypenbuch.

Die Umsetzung erfolgt über mehrere Schritte, die in Abhängigkeit vom Anwendungsfall mehr oder weniger detailliert zu planen sind. Die Planung erfolgt in den Steckbriefen. Dies sind die grundlegenden Schritte:

  1. Definition

Beschreibung des AWF im BAP und Freigabe. Planung des BIM-Onboarding-Vorgangs.

  1. Vorbereitung

Beschaffung von Informationen, Konzeption der Einführung inkl. Erstellung notwendiger Unterlagen wie PPT und Software.

  1. Umsetzung

Durchführung eines Vortrages und der Lernsimulation z.B. als Rollenspiel. Die Teilnehmer werden in den Inhalt thematisch eingeführt und führen die Anwendung z.B. mit Dalux durch. Vorlagen sind hierfür gegeben.

  1. Sicherung

Sicherung der Umsetzungsqualität z.B. in Form von Rückfragen durch den GK bei der PIT-Leiterrunde und Teilnahme der PIT-Paten an PIT-Runden.

Das gesamte Vorgehen ist vor Durchführung auf den jeweiligen AWF zu spezifizieren.

  • Software, Hardware und IT-Vorgaben

Image

Abbildung 14 Darstellung der Software und damit verbundene Softwaresysteme, Schnittstellen und Übergabe-Workflows

Nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die von den Allianzpartnern eingesetzte Software und Softwareversion.

Dabei werden die eingefrorenen Systeme festgelegt.

Siehe 220208_PMO_BIM_3SB_BAP_P1_Softwareliste.xlsx

Image

Abbildung 15 Softwareliste

Datenaustauschformate

Die Austauschformate der unterschiedlichen Daten sind in Kapitel Datenlieferungsgegenstände aufgeführt.

Vorlage und Dokumente

Mitgeltende Richtlinien sind die der DIN ISO 19650 vorranging und die der VDI 2552 Reihe nachrangig.

Themensammlung für den nächsten BAP

Die BAP-Updates sollen zukünftig inhaltlich orientiert sein. Für die jeweiligen Version wird ein Themenspeicher genutzt.

</p

14.3 - Bedarfe und Formate
14.4 - Beschreibung der Onboarding-Mittel und Formate
14.4.1 - Beschreibung Kommunikation

Die Dalux-Protokolle werden jeden Montag durch das BIM-M oder die GK aktualisiert und die Inhalte durch jeweilige Personen in den Meetings kommuniziert:

  • PIT Leiter Meetings
  • PEP Meetings
  • PMT Meetings.

Mit dieser Maßnahme sollen viele Personen über wesentliche Neuigkeiten informiert und an Handlungen erinnert werden.

14.4.2 - Beschreibung Schulung

Es wurden gezielte Wissenspakete erstellt, deren Inhalte definiert und daraus die Onboardings abgeleitet. Diese bilden die Grundlage für alle Projektteilnehmer zur Mitarbeit am Projekt ab Phase 2.

  • Onboarding Datenmanagement

Ziel: Allgemeines BIM-Verständnis und Anforderungen, BIM-Begriffe und Ablauf verstehen, Vorbereitung der BIM-Anwendung

Zielgruppe: Alle Projektteilnehmer

Inhalt:

  • BIM-Definition
  • BIM-Begriffe
  • BIM und IPA
  • Vertragliche BIM-Dokumente im Projekt (BVB, EIR, BAP, NU-Verträge)
  • BIM-Anwendungsfälle im Projekt
  • Zusammenarbeit und Datenaustausch im Projekt
  • Fachmodelle und Koordinationsmodelle
  • BIM-Rollen und Verantwortlichkeiten im Projekt (z. B. Fachkoordinator und Gesamtkoordinator)
  • Häufige Fragen zu BIM
  • Ansprechpartner BIM und Datenplattformen

Format: Präsenzdurchführung und als Webinar, Video

Durchzuführen durch: BIM-Management

  • Video: Dalux Basisanwendung

Ziel: Darstellung der Dalux-Nutzung

Zielgruppe: Alle Projektteilnehmer

Inhalt:

  • Dalux öffnen und anmelden
  • Rechte und Gruppen, Verantwortlichkeiten
  • Dalux-Oberfläche
  • Dashboard
  • Box, Dokumentsystem und Dokumentstruktur
  • Viewer, Möglichkeit der Modellsichtung
  • Kommentare setzen und bearbeiten
  • Hilfen: Video, Handbuch

Format: Webinar, Video

Durchzuführen durch: FKP+FKA

  • Video: Dalux Prüfpakete und Freigabeprozesse

Ziel: Anwendung der Prüfpakete und Freigabeprozesse in Dalux

Zielgruppe: Alle Projektteilnehmer

Inhalt:

  • Prüfpakete erstellen, bearbeiten, archivieren und Verantwortlichkeiten
  • Unterschied freigegebene, geteilte und veröffentlichte Dateien
  • Freigabeprozess und Verantwortlichkeiten

Format: Webinar, Video

Durchzuführen durch: FKP+FKA

  • Dalux Field Tools

Ziel: Anwendung des spezifischen Dalux Field Tools

Zielgruppe: Alle Projektteilnehmer in Abhängigkeit zum Tool

Jedes Dalux Field Tool wird dem Projektfortschritt entsprechend geschult

Generischer Inhalt:

  • Erläuterung des Tools und dessen Mehrwerte
  • Theoretische Funktionsweise des Tools
  • Praktische Durchführung mit den Beteiligten

Format: Präsenzdurchführung

Durchzuführen durch: FKA

  • Digitales, Modellbasiertes Arbeiten auf der Baustelle

Ziel: Digitales, Modellbasiertes Arbeiten auf der Baustelle

Zielgruppe: Bauleiter und Poliere

Inhalt:

  • Projekteinführung
  • Digitales, Modellbasiertes Arbeiten im Projekt
  • Rollen und Vertragliches
  • Vertragliche Dokumente
  • BIM-Modelle und Datenaustausch
  • BIM-Rollen und BIM-Verantwortlichkeiten
  • Kommunikation – Modellbesprechung
  • Vertraglich vereinbarte digitale Prozesse nach EIR, BAP und der NU’s
  • Kommunikationswege
  • Digitale Prozesse nach EIR, BAP und der NU’s
  • Ansprechpartner und deren Aufgaben in der Bauausführung

Format: Präsenzdurchführung

Durchzuführen durch: FKA

  • **Digitales, Modellbasiertes Arbeiten auf der Baustelle für Nachunternehmer

**Ziel: Digitales, Modellbasiertes Arbeiten auf der Baustelle

Zielgruppe: Nachunternehmer

Inhalt:

  • Projekteinführung
  • Digitales, Modellbasiertes Arbeiten im Projekt
  • Vertraglich vereinbarte Prozesse für Digitales, Modellbasiertes Arbeiten auf der Baustelle​
  • Kommunikationswege zwischen NU und GU​
  • Aufgaben der Nachunternehmer und Schnittstellen zu digitalen Tools​
  • Digitale Prozesse
  • Datenmanagement Dalux​
  • Mängelmanagement / Dalux Field​
  • Dokumentation​
  • Ansprechpartner und deren Aufgaben in der Bauausführung

Format: Präsenzdurchführung

Durchzuführen durch: FKA

  • Software Imerso

Ziel: Nutzung und Anwendung Imerso

Zielgruppe: Alle Projektteilnehmer (Basis-Schulung), GKP & FK-A (Erweiterte Kenntnisse Anwendung)

Inhalt:

Basis:

  • Imerso öffnen und anmelden
  • Imerso-Oberfläche
  • Basis-Nutzung Imerso

Erweitert:

  • Konkrete Anwendung zur Fehleridentifizierung und Auswertung
  • Export gefundene Abweichungen in Dalux
  • Vertiefte Kenntnisse Imerso

Format: Online-Schulung

Durchzuführen durch: Imerso

14.4.3 - Beschreibung praktische Simulation

Dieses Format wird für Use Cases eingesetzt, wenn bestimmte Arbeitsschritte an der Software oder anderer Art von den Projektteilnehmern gefordert werden. Beispiel sind die Modellbesprechung oder das Raumtypenbuch.

Die Umsetzung erfolgt über mehrere Schritte, die in Abhängigkeit vom Anwendungsfall mehr oder weniger detailliert zu planen sind. Die Planung erfolgt in den Steckbriefen. Dies sind die grundlegenden Schritte:

  1. Definition

Beschreibung des AWF im BAP und Freigabe. Planung des BIM-Onboarding-Vorgangs.

  1. Vorbereitung

Beschaffung von Informationen, Konzeption der Einführung inkl. Erstellung notwendiger Unterlagen wie PPT und Software.

  1. Umsetzung

Durchführung eines Vortrages und der Lernsimulation z.B. als Rollenspiel. Die Teilnehmer werden in den Inhalt thematisch eingeführt und führen die Anwendung z.B. mit Dalux durch. Vorlagen sind hierfür gegeben.

  1. Sicherung

Sicherung der Umsetzungsqualität z.B. in Form von Rückfragen durch den GK bei der PIT-Leiterrunde und Teilnahme der PIT-Paten an PIT-Runden.

Das gesamte Vorgehen ist vor Durchführung auf den jeweiligen AWF zu spezifizieren.

15 - Software, Hardware und IT-Vorgaben

Image

Abbildung 14 Darstellung der Software und damit verbundene Softwaresysteme, Schnittstellen und Übergabe-Workflows

Nachfolgende Tabelle gibt eine Übersicht über die von den Allianzpartnern eingesetzte Software und Softwareversion.

Dabei werden die eingefrorenen Systeme festgelegt.

Siehe 220208_PMO_BIM_3SB_BAP_P1_Softwareliste.xlsx

Image

Abbildung 15 Softwareliste

Image

Image

15.1 - Datenaustauschformate

Die Austauschformate der unterschiedlichen Daten sind in Kapitel Datenlieferungsgegenstände aufgeführt.

15.2 - Vorlage und Dokumente

Mitgeltende Richtlinien sind die der DIN ISO 19650 vorranging und die der VDI 2552 Reihe nachrangig.

15.3 - Themensammlung für den nächsten BAP

Die BAP-Updates sollen zukünftig inhaltlich orientiert sein. Für die jeweiligen Version wird ein Themenspeicher genutzt.

-

BAP Explorer